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Wetter-Chaos in Deutschland: Schulkind stirbt bei Bus-Unglück ++ Glatteis-Unwetter droht ++ Probleme im Bahn- und Flugverkehr

Jetzt ist das Wetter-Chaos komplett in Deutschland! Fast überall kam in den letzten Tagen massig Schnee herunter. Ein Kind stirbt bei heftigem Bus-Unglück.

© IMAGO/Rolf Poss

Wie du dich bei einem Unwetter richtig verhältst

Immer wieder toben starke Unwetter über Deutschland. Wer die Wetterlage auf die leichte Schulter nimmt, kann sich großen Gefahren aussetzen. Wir zeigen dir, wie du dich bei Unwettern richtig verhältst.

Es ist das absolute Horror-Szenario in Deutschland. Das Wetter macht jedem einen Strich durch die Rechnung, der nach draußen will. Egal, ob mit dem Auto, zu Fuß oder mit der Bahn – überall sorgen Glatteis und Schneefälle für massive Störungen.

In den vergangenen Tagen steckte beinahe ganz Deutschland in Schwierigkeiten (wir berichteten). Und jetzt stürzt das Wetter erneut das halbe Land ins Chaos. Dabei soll mindestens eine Person bereits zu Tode gekommen sein. Außerdem gibt es zahlreiche Bahnausfälle und jetzt werden auch noch Schulen geschlossen.

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Tragödie: Kind stirbt bei Bus-Unglück

9.56 Uhr: Schulkind stirbt bei Bus-Unfall, weitere 13 Menschen verletzt

In Sachsen ist es nahe dem kleinen Ort Cranzahl zu einem schlimmen Unglück gekommen. Gegen 6.30 Uhr am Morgen ist ein Schulbus auf verschneiter Straße gegen ein Fahrzeug des Winterdienstes gekracht, kam daraufhin von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Wie ein Polizeisprecher gegenüber der „Bild“ bestätigte, ist dabei ein Schulkind ums Leben gekommen. Zehn weitere Kinder sowie ein anderer Insasse des Busses wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der Busfahrer und ein weiterer Erwachsener erlitten schwere Verletzungen.

Der Winter hat Deutschland weiterhin im Griff

Dienstag, 5. Dezember, 6.24 Uhr: Probleme bei der Bahn und im Flugverkehr – weiterhin Glatteis-Gefahr

Im Rhein-Main-Gebiet sorgt der Wintereinbruch mit starken Schneefällen für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Auch im Süden Bayerns sorgen Schnee und Glätte noch für Probleme im Zug- und Flugverkehr. Die Situation auf den Straßen hat sich vorerst beruhigt. Der Wetterdienst warnt aber weiter vor Glatteis. Für den Flugverkehr in München rechnet die Lufthansa noch weit über Dienstag hinaus mit Einschränkungen. Von der Deutschen Bahn (DB) hieß es ebenfalls, dass die Auswirkungen auf den Bahnverkehr auch die nächsten Tage weiterhin spürbar sein würden. In Sachsen warnt der DWD vor Glatteis und Schneeverwehungen in den kommenden Tagen.

Montag, 4. Dezember, 19.11 Uhr: Flughafen München schließt erneut

Der Münchner Flughafen muss am Dienstag seinen Betrieb erneut vorübergehend einstellen. Von 6 bis 12 Uhr werde es keine Starts und Landungen geben, erklärte ein Sprecher des Flughafens. Grund sei der angekündigte Eisregen, der einen sicheren Flugbetrieb voraussichtlich unmöglich mache. Mindestens 150 Starts und 160 Landungen seien betroffen.

17.15 Uhr: Warnung vor Eisregen in Hessen und Baden-Württemberg

Autofahrer und Fußgänger in Hessen und Baden-Württemberg müssen sich am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag auf spiegelglatte Straßen und Wege einstellen. Wenn es bei dem Frost regne, bedeute das Glatteis, teilte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit.

14.12 Uhr: Mann stirbt bei fürchterlichem Schlitten-Unfall

Ein 63-Jähriger ist in Baden-Württemberg bei einer Fahrt mit einem Pferdeschlittengespann ums Leben gekommen. Der Schlitten kippte bei winterlichem Wetter in einem Gefälle um, wie die Polizei in Ulm am Montag mitteilte. Der Mann wurde demnach unter dem Schlitten eingeklemmt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, ein Arzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Drei Mitfahrer blieben unverletzt.

Laut Polizei fuhr das Gespann am Sonntag nahe Kanzach im Kreis Biberach auf einer schneebedeckten Wiese, als sich der Schlitten in einem Gefälle verhakte und dann umstürzte. Der unter dem Schlitten eingeklemmte 63-Jährige wurde von dem Pferd samt Schlitten mitgezogen. Das Tier kam erst an seiner Heimatadresse zum Stehen.

Dringende Glatteis-Warnung!

12.59 Uhr: Schnee im Norden, strenger Frost im Süden

Das Wetter in Deutschland wird zwar etwas milder, allerdings warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Glatteis. Vor allem im westlichen Bergland und je weiter man nach Osten komme, gebe es eine erhöhte Glatteisgefahr, sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta am Montag. Besonders gefährdet seien von Montagabend bis Dienstagfrüh die Regionen zwischen Main und Donau. Und: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Glatteis-Situation vereinzelt auch unwetterartig ausfällt.“ Nur entlang des Rheins und ganz im Westen blieben die Temperaturen in der Nacht über null Grad. Im Südosten Bayerns könne erneut strenger Frost auftreten.

Am Dienstag bleibt es laut DWD vielfach stärker bewölkt und wiederholt fallen Niederschläge, besonders im Westen und Nordwesten sowie im Südosten des Landes. Dabei kann es im Norden und Nordosten häufig Schnee geben. Im höheren östlichen Bergland und allgemein im Südosten warnen die Experten vor gefrierendem Regen. Im Westen und Südwesten liegen die Temperaturen bei milderen 4 bis 9 Grad, ansonsten werden 1 bis 4 Grad erreicht. Im Nordosten und Südosten bleibt es meist frostig mit Temperaturen zwischen minus 2 und 0 Grad.

11.51 Uhr: Hamburg unter einer Schneedecke

Schneefall hat am Montagvormittag Teile Hamburgs in eine Winterlandschaft verwandelt. Kinder nutzte den frischen Pulverschnee etwa im Schanzenpark fürs Rodeln. Dutzende Kinder und ihre Eltern rasten hier am Vormittag mit ihren Schlitten den kleinen Hügel runter. Für Verkehrsteilnehmer brachte der Schnee Behinderungen mit sich. Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg schickte mehr als 700 Leute und 300 Fahrzeuge auf die Straßen, um der Lage Herr zu werden.

Bayern taut nur langsam wieder auf

Montag, 4. Dezember, 6.06 Uhr: Zahlreiche Schulen bleiben geschlossen – Gefahr durch Schneemassen auf den Dächern

Insbesondere Zugreisende müssen sich wegen des starken Schneefalls in Bayern weiter auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Zwar wurden am Sonntag zwei Fernverkehrsstrecken am Hauptbahnhof München wieder bedient, jedoch mit weniger Zügen, wie eine DB-Sprecherin mitteilte. Passagiere werden gebeten, sich vor Reiseantritt über den Status ihrer Verbindung zu informieren und nicht notwendige Reisen auf Dienstag oder später zu verschieben.

In den Landkreisen Starnberg und Mühldorf am Inn sowie in der Stadt Augsburg bleiben am Montag viele Schulen geschlossen. In Augsburg sollten 20 Schulen ganz oder teilweise gesperrt werden, bis sich die Situation beruhigt habe. Der Grund seien die Schneemassen, die auf den Dächern der Gebäude lasten. Nach dem Abtauen des Schnees müssten die Gebäude auf ihre Statik hin überprüft werden.

Am Flughafen in München war nach einer Sperrung am Samstag der Flugbetrieb am Sonntagmorgen teilweise wieder angelaufen. Allerdings fielen noch immer Hunderte Flüge aus. Zudem waren am Sonntag noch mehrere Tausend Haushalte vor allem in Ober- und Niederbayern ohne Strom, nachdem Bäume auf Leitungen gestürzt waren.

Sonntag, 3. Dezember, 22.00 Uhr: Bahnverkehr auch am Montag eingeschränkt

In Bayern wird es auch am Montag (4. Dezember) zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kommen. Eine Besserung wird sich wohl erst in den kommen Tagen einstellen. Aufgrund der Vielzahl der betroffenen Strecken, wird es keinen adäquaten Schienenersatzverkehr durch Busse geben. Auch in und München wird es zu Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr kommen.

13.51 Uhr: Schulen am Montag dicht

Wegen des Wetter-Chaos haben nun einige bayerische Landkreise beschlossen, die Schulen am Montag zu schließen. So hat der Landrat Starnberg verordnet, dass der Präsenzunterricht an Schulen im Landkreis Starnberg ausfällt. Schüler der Grund- und Mittelschulen bekommen die Möglichkeit eines Notbetriebs, das gilt für die Jahrgangsstufen 1 bis 6. Derweil können weiterführende Schulen Distanzunterricht anordnen.

7.15 Uhr: Bahnhof München weiterhin dicht

Auch am Sonntag bleibt der Bahnhof München dicht und der Bahnbetrieb gesperrt. Bis mindestens 10 Uhr soll das noch andauern. Ab dann könnten einzelne Strecken wieder nach und nach freigegeben werden.

Sonntag, 3. Dezember, 6.56 Uhr: Flughafen München wieder offen

Der Flughafen München hat um 6 Uhr wieder den Betrieb aufgenommen. Es kommt jedoch noch zu Einschränkungen, deshalb sollten sich Reisende vor Abflug über den Status ihres Flugs informieren. Dennoch würden etwa 560 der für den Sonntag geplanten 880 Flüge entfallen.

Wetter-Chaos legt Bayern lahm

18 Uhr: Lawinengefahr in Bayern

Die Lawinenwarnzentrale des Bayerischen Landesamts für Umwelt teilte mit, dass oberhalb von 1.600 Metern Warnstufe 3 (von 5) herrsche und damit erhebliche Lawinengefahr. Das Hauptproblem sei der Neuschnee. Schon ein einzelner Wintersportler könne Schneebrettlawinen auslösen.

16.30 Uhr: Bahn-Verkehr massiv gestört

Bahn-Fahrer müssen in Süddeutschland bis Montag starke Beeinträchtigungen überstehen. So seien u.a. Oberleitungen vereist, sagte eine Bahnsprecherin gegenüber der dpa. Die Bahn teilte mit: „Alle Fahrgäste, die ihre am 2. und 3. Dezember in Süddeutschland geplante Reise aufgrund des Wintereinbruchs in Süddeutschland verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.“

15.10 Uhr: Einsatzkräfte geraten an ihre Grenzen

„In einigen Landkreisen Südbayerns stoßen die Einsatzkräfte trotz Schneeketten und Allradantrieb an ihre Grenzen – ohne Unterstützung der Bergwacht ist teilweise kein Durchkommen mehr“, so ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). „Wir schließen uns dem Aufruf des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd an: Bleiben Sie möglichst zu Hause! Das Unfallrisiko ist immens erhöht, jede vermeidbare Fahrt, auf die verzichtet wird, zählt und entlastet die Rettungskräfte in den betroffenen Regionen.“

14.31 Uhr: Zugspitze geschlossen

Nur einen Tag nach dem Skisaison-Start ist die Zugspitze dicht. Wegen der starken Schneefälle muss der komplette Bahnbetrieb eingestellt werden. Es herrscht akute Lawinengefahr.

13.12 Uhr: Stromausfälle in Ober- und Ostbayern

Umgestürzte Bäume liegen nicht nur auf Oberleitungen der Bahn, sondern sorgen nun auch für Stromausfälle. Tausende Haushalte sind davon betroffen.

11.41 Uhr: Flughafen München verlängert Betriebsstopp

Bis Sonntagfrüh (3. Dezember) um 6.00 Uhr werden keine Flugzeuge mehr starten oder landen in München. 760 Flüge sind davon betroffen. Passagiere sollen sich bei ihrer Airline über den Status ihres Flugs informieren und am Samstag nicht zum Flughafen fahren.

11.20 Uhr: Gefahr lauert in Wäldern

Michaela Kaniber (CSU), die bayrische Forstministerin, warnt vor den südostbayrischen Wäldern. „Viele Bäume können im Moment der hohen Last des nassen Schnees in den Kronen nicht mehr standhalten und können ohne Vorwarnung umkippen oder zusammenbrechen.“ Besonders gefährlich sei es in den Alpen und im östlichen Mittelgebirge.

Auswirkungen auf Frankfurter Flughafen

11.41 Uhr: Auch Einschränkungen in Frankfurt

Ein Sprecher der Lufthansa spricht nun auch von Einschränkungen am Flughafen Frankfurt. Mindestens 20 Maschinen mussten hierhin umgeleitet werden, was am am Airport für anhaltende Verzögerungen sorgt. „Passagiere sind angehalten, sich vor ihrem Abflug mit der Airline in Verbindung zu setzen, und ihre Abflugzeiten zu überprüfen.“

11.09 Uhr: Bahnverkehr bis Montag beieinträchtigt

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wird es in Süddeutschland noch bis Montag (4. Dezember) wetterbedingte Probleme geben. Der Hauptbahnhof in München bleibe den gesamten Samstag über dicht. Hier hatte es unter anderem Vereisungen der Oberleitungen gegeben.

11.00 Uhr: Fußballspiel abgesagt

Das Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern München gegen den 1. FC Union Berlin, dass am Samstagnachmittag stattfinden sollte, ist nun abgesagt. Die Entscheidung sei zur Sicherheit der anreisenden Fußballfans getroffen worden.

Bayern versinkt im Wetter-Chaos

Samstag, 2. Dezember, 8.30 Uhr: Flughafen und Hauptbahnhof München dicht

Im Süden Bayerns geht zurzeit die Post ab – oder eben auch nicht. Denn während das Wetter aus allen Rohren feuert, kommen die Einwohner nicht mehr voran. Bahnstrecken sind aufgrund des massiven Schneefalls gesperrt, auf den Straßen droht Gefahr durch Blitzeis und am Freitag (1. Dezember) sind am Flughafen München bereits 150 Starts und Landungen ausgefallen.

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Mittlerweile ist es sogar so schlimm, dass Fahrgäste in München und Ulm in Zügen übernachten mussten, weil diese nicht mehr weiterfahren konnten. Laut der Deutschen Bahn sind zahlreiche Strecken rund um die Hauptstadt München seit der Nacht zum Samstag (2. Dezember) gesperrt. Bis 12 Uhr rechnet das Unternehmen voraussichtlich mit der Wiederaufnahme des Verkehrs.

Wetter in Süddeutschland: DB spricht Empfehlung aus

Noch immer liegen umgefallene Bäume auf Oberleitungen. Und auch bei den U-Bahnen, Bussen und der Straßenbahn ging zeitweise nichts mehr. Einen Schienenersatzverkehr könnten die Verkehrsunternehmen aufgrund der Wetterlage nicht anbieten. Verspätungen und Zugausfälle dürften auch am Wochenende weiter anfallen.

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„Wir empfehlen, Reisen von und nach München zu verschieben“, so die Bahnsprecherin. Doch nicht nur in Bayern, auch in anderen südlichen Bundesländern wie Baden-Württemberg ist die Wetterlage schwierig. Deshalb hat die DB die Zugbindung nun aufgehoben. Reisende, die von den Schneefällen betroffen sind, können auch zu einem späteren Zeitpunkt reisen, wenn die Strecken wieder frei sind.

Straßen werden zur Falle

Die Alternativen zum Bahnfahren sind aktuell leider sehr gefährlich. Laut der Polizei Oberbayern gab es bisher zahlreiche Unfälle auf den Straßen und Autobahnen, meist jedoch nur Sachschäden und weniger Verletzte. In einem Fall in Baden-Württemberg ist jedoch ein 54-jähriger Autofahrer nach einer Schleuderfahrt auf schneeglatter Autobahn mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen und gestorben.

Es gibt kilometerlange Staus auf der A6, A8 und A9. Doch wer Hilfe bräuchte, müsse sich zurzeit auf längere Wartezeiten einstellen. Die Polizei von Oberbayern Süd forderte die Bevölkerung nun auf, zu Hause zu bleiben.


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Denn nicht nur die Polizei, auch der Rettungsdienst, die Feuerwehr und die Räumdienste seien im Dauereinsatz. Viele Landstraßen seien verschneit, Bäume auf die Fahrbahn gestürzt. Die Räumungsarbeiten dürften noch bis in den Vormittag hinein andauern.

Und am Samstag soll es sogar noch weiter schneien, teils sogar kräftig bis in den Nachmittag hinein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt. Im Allgäu werden bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet. Die Polizei Oberbayerns kann den Bürgern deshalb nur noch dazu raten, zu Hause zu bleiben. (mit dpa)