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Streik legt Deutschland lahm – doch SIE lachen sich ins Fäustchen

Viele Deutsche sehen sich aufgrund des Mega-Streiks von Verdi und EVG bereits nach Alternativen um – mit teuren Folgen!

Streik
© IMAGO / Christian Ohde

Deutsche Bahn:

Die Geschichte des deutschen Eisenbahnkonzerns

Wenn an diesem Montag (27. März) der Mega-Streik über Deutschland hinwegfegt, werden zahlreiche Reisende, ob im Fern- oder Nahverkehr, in die Röhre schauen. Und auch an mehreren Flughäfen geht zum Wochenstart nichts!

Zehntausende Mitarbeiter des Bahn-, Luft- und Nahverkehrs legen für einen Tag ihre Arbeit nieder – mit verheerenden Folgen! In Hessen, NRW, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wird am Montag großflächig für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Das machten die Gewerkschaft Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Donnerstag (24. März) offiziell.

Wer an diesem Tag trotzdem zur Arbeit und Schule muss und auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist, der sollte sich besser frühzeitig nach Alternativen umsehen.

Streik legt Deutschland lahm – mit teuren Folgen

Dass viele Pendler am Montag auf ihr eigenes Auto umsteigen werden, dürfte klar sein. Doch auch auf Deutschlands Autobahnen wird nicht alles reibungslos ablaufen, denn auch die Autobahngesellschaften nehmen am eintägigen Warnstreik teil.

Verdi-Vorsitzender Frank Werneke sagte am Donnerstag, dass es im Rahmen des Streiks „insbesondere Einschränkungen im Bereich von Tunnelverbindungen“ geben werde. Zudem wies Verdi-Sprecherin Christine Behle darauf hin, dass es im Bereich von Baustelleneinrichtungen zu Verzögerungen kommen werden. Davon würden Autofahrerinnen und Autofahrer zwar relativ wenig mitbekommen, aber es könnten sich in der Folge Staus bilden. „Insbesondere der Betriebsdienst auf den Bundesfernstraßen ist aufrechtzuerhalten“, heißt es auch in einer Mitteilung der Autobahngesellschaft des Bundes.

Wer kein eigenes Auto besitzt, muss sich andere Wege suchen, um von A nach B zu gelangen. Für viele Pendler bedeutet das etwa, auf Busse und Bahnen von Flixbus und Flixtrain umzusteigen. Denn diese Anbieter sind vom Streik ausgenommen. Doch statt reguläre Günstig-Tarife anzubieten, hat Flixtrain seine Preise für den Streiktag massiv angehoben. So berichtet „t-online“ etwa, dass sich der Preis für eine Bahnfahrt an diesem Montag, um 8.12 Uhr von Berlin-Hauptbahnhof nach Köln-Hauptbahnhof binnen weniger Stunden von 39,99 Euro (Stand Donnerstag, 13.45 Uhr) auf 89,99 Euro mehr als verdoppelt hat.

Anbieter verweisen auf „dynamisches Preissystem“ und „Nachfrage“

Mit dieser ordentlichen Preiserhöhung konfrontiert, hieß es von Flixtrain: „Bei Flixbus und Flixtrain arbeiten wir mit einem dynamischen Preissystem. Das bedeutet, dass die Höhe des Preises von der Auslastung der jeweiligen Verbindung abhängt.“ Sind die Reisenden also selbst Schuld an der Verteuerung?


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Doch nicht viel besser dürfte es bei den Anbietern für Mietwagen aussehen. Auf Nachfrage hieß es etwa vom Anbieter Sixt: „Wie in der Airline- und Hotelbranche üblich, orientieren sich die Preise auch in der Mietwagenbranche an verschiedenen Faktoren, wie Nachfrage, Angebot oder Buchungszeitraum. Abhängig von diesen Faktoren können Preise kurzfristig variieren.“ Demnach hätte Sixt bereits am Donnerstag ein „erhöhtes Buchungsaufkommen“ festgestellt. Konkrete Preisangaben machte das Unternehmen aber nicht.

Auch beim Konkurrenten Europcar hieß es, es gebe bereits eine „höhere Nachfrage, insbesondere an unseren Stadtstationen“. Sollte an einem Bahnhof kein Auto mehr verfügbar sein, lohne es sich an der nächstgelegenen Flughafen-Station nachzufragen, wie eine Sprecherin gegenüber „t-online“ erklärt.