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Edeka und Rewe wehren sich gegen Preiserhöhungen – „Völlig überzogen“

Edeka und Rewe wehren sich gegen Preiserhöhungen – „Völlig überzogen“

Rewe, Edeka

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Nicht nur den Kunden stehen die Preiserhöhungen mittlerweile bis zum Hals, auch Edeka und Rewe wollen da nicht mehr mitspielen. Denn immer wieder verlangen die großen Markenhersteller mehr Geld für ihre Produkte.

Edeka und Rewe sind jedoch nicht mehr bereit, diese teils nicht nachvollziehbaren Preisaufschläge zu bezahlen. Stattdessen gehen sie einen anderen Weg.

Edeka und Rewe gehen gegen Preiserhöhungen vor – „Völlig überzogen“

Rewe-Chef Lionel Souque und Edeka-Chef Markus Mosa wollen sich die Machtspielchen der Markenhersteller nicht mehr gefallen lassen. Die würden sich nämlich an der aktuellen Situation eine goldene Nase verdienen. „Es werden nicht selten völlig überzogene Preiserhöhungen gefordert – oft ohne nachvollziehbaren Grund“, beschwert sich Mosa. Nicht alle aktuellen Preissteigerungen im Einzelhandel würden sich mit gestiegenen Rohstoffpreisen oder Transportkosten erklären lassen.

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Das ist Edeka:

  • Edeka wurde 1907 in Leipzig gegründet
  • Edeka steht für Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler
  • Der Hauptsitz von Edeka ist in Hamburg
  • Umsatz: 61 Milliarden Euro (2020)
  • 402.000 Menschen arbeiten bei Edeka (Stand 2020)

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Viele Markenhersteller würden ihre Macht ausnutzen und in Einkaufsverhandlungen mit den Einzelhändlern höhere Gewinnmargen erzwingen wollen. Oft drohen sie dabei mit Lieferstopps, sollten die gestellten Bedingungen nicht erfüllt werden. „Die unfairen Industriepraktiken führen dazu, dass Markenhersteller ihre Gewinnmargen nicht nur festigen können, sondern diese sogar kontinuierlich ausgebaut haben“, so Mosa. Er und seine Branchenkollegen hätten dagegen jedoch ein Ass im Ärmel.

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Edeka und Rewe: SIE könnten etwas gegen die Übermacht der Hersteller unternehmen

Das Einzige, was der Einzelhandel der Macht der globalen Markenindustrie entgegensetzen kann, ist die gemeinsame Stärke. Internationale Einkaufsgemeinschaften würden ein Verhandeln auf Augenhöhe ermöglichen, erklärt der Edeka-Manager. Dadurch würden dann auch die Kunden profitieren, weil sie sich über niedrigere Preise freuen können.

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Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftshochschule Insead hatte die Einkaufallianz Agecore zwischen 2014 und 2019 erheblichen Einfluss auf die Preise. Teils konnten Kunden dadurch zwölf Prozent sparen. Bei einzelnen Produkten wie beispielsweise Tiefkühlkost waren sogar bis zu 36 Prozent Rabatt möglich.

Doch auch diese geballte Einkaufsmacht ist nicht ganz unumstritten. Heute gehört Edeka der Allianz Epic, die anstelle von Agecore getreten ist, an. Dazu gehören unter anderem auch das niederländische Start-up Picnic. Die Konkurrenz Rewe ist Mitglied bei Coopernic und Eurelec. (dpa/mbo)