„Tagesschau“: Erschreckende Szenen in der ARD – „Bringen Sie sich in Sicherheit!“

ARD: Nachdem „Tagesschau“-ReporterThomas Denzel bei einer Demo angegangen wurde, reagiert der Sender. (Symbolfoto)
ARD: Nachdem „Tagesschau“-ReporterThomas Denzel bei einer Demo angegangen wurde, reagiert der Sender. (Symbolfoto)
Foto: NDR; Montage DER WESTEN

Dramatische Szenen bei der ARD-„Tagesschau“! Als Reporter Thomas Denzel am Samstag live von der Querdenker-Demonstration in Stuttgart berichtete, wurde es plötzlich gefährlich.

Der Reporter musste eine Live-Schalte zur ARD-Nachrichtensendung abbrechen, nachdem er von den Demonstranten vor Ort immer mehr bedrängt wurde. Jetzt hat sich die ARD eingeschaltet.

ARD: Reporter bricht Schalte zur „Tagesschau“ plötzlich ab

Bei der Demonstration der „Querdenker“-Bewegung gegen die aktuelle Corona-Politik kamen am Samstag in Stuttgart mehr als 10.000 Menschen zusammen. Die „Tagesschau“ berichtete mit einer Live-Schalte.

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Das ist die ARD:

  • ihre Abkürzung steht für Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland
  • öffentlich-rechtlicher Fernsehsender
  • wurde 1950 gegründet
  • besteht aus neun Landesrundfunkanstalten (u.a. WDR, BR, MDR) und der Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle

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Doch nicht nur, dass die Demonstranten sich kaum an Corona-Maßnahmen wie dem Tragen von Masken oder der Einhaltung von Abstand hielten – sie gingen auch massiv gegen Journalisten, wie zum Beispiel Thomas Denzel von der ARD, vor.

Beim Gespräch mit Michail Paweletz bei „Tagesschau24“ sind schon von Beginn der Live-Schalte an laute Hintergrundgeräusche, wie Pfiffe oder Sirenen zu hören. „Ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen können, die Demonstranten hier neben uns machen gerade ein bisschen Lärm“, sagt Denzel bereits nach einer Minute zu Paweletz. Der hakt nach: „Warum?“ – darauf gibt der Reporter keine Antwort, hat die Frage wohl nicht gehört.

Im weiteren Verlauf der Schalte nimmt der Lärm zu, dazu kommen „Lügenpresse“-Rufe, die Übertragung stoppt immer wieder. Dann die Wende: „Jetzt werden hier Steine geworfen, ich glaube, wir müssen die Live-Schalte abbrechen“, so der Reporter. Paweletz: „Okay, bringen Sie sich in Sicherheit, Herr Denzel.“ Damit endet die Live-Schalte.

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ARD: Sender stellt Forderung an Polizei

Einige Stunden nach der Szene hat sich die ARD geäußert. Marcus Bornheim, Erster Chefredakteur von ARD-Aktuell erklärte: „Wir verurteilen die Angriffe auf unseren Reporter. Es ist ein Armutszeugnis, wenn solche Veranstaltungen genutzt werden, um die Pressefreiheit zu attackieren“ Und: „Wir verlangen von der Polizei eine Aufklärung zu diesen Vorfällen.“

Auch Heiko Maas, aktueller Außenminister und ehemaliger Justizminister sprach sich gegen das Verhalten der Demonstranten aus, schrieb auf Twitter: „Das sind Angriffe auf die Pressefreiheit. Sie müssen verfolgt und geahndet werden.“

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Laut „Tagesschau“ war Thomas Denzel nicht der einzige Journalist, der angegangen wurde. Demnach nahm die Polizei Stuttgart einen 37-Jährigen fest, weil er einen Journalisten geschlagen hatte. (kv)