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Bochum: Luxus-Döner für 30 Euro! Wir haben ihn getestet

Seit Freitag (21. April) kannst du in Bochum den neuen Wagyu-Döner probieren. DER WESTEN war vor Ort und hat ins Brot gebissen.

Wagyu-Döner aus Bochum
© Marie Bonnet / DER WESTEN

Das ist das Bermudadreieck

Es ist die meistbesuchte Partymeile im Ruhrgebiet: Das Bermudadreieck. Doch wie kam es dazu?

Seit Tagen dreht sich in Bochum alles um den teuersten Döner in ganz NRW. Den gibt’s seit Freitag (21. April) beim „Chickenstyle“ direkt am Bermudadreieck. Und was macht ihn so teuer? Ganz klar: das Fleisch. Hier kommt nicht weniger als das aus Japan bekannte Kobe-Wagyu-Rind zum Einsatz.

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Unsere DER WESTEN-Reporterin war vor Ort und durfte als eine der Ersten den Luxus-Döner in Bochum probieren.

Bochum: Döner für 29,90 Euro

Nuh Dogan wollte einfach mal was Neues ausprobieren – „was Besonderes“. Der heute 32-Jährige hat von seiner letzten Japan-Reise die Idee mitgebracht, das gute, teure Rindfleisch aus dem fernen Osten ins türkische Fladenbrot zu bringen – und das Ganze dann im Ruhrgebiet zu verkaufen.


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„Ich bin sehr stolz und überglücklich und auch etwas nervös“, gibt er bei der Eröffnung zu. Denn am Freitag macht er den Wagyu-Döner zum ersten Mal. Und jetzt die große Frage: Wie schmeckt der Luxus-Döner? In zwei Worten: sehr gut.

So schmeckt der Wagyu-Döner

Das Fladenbrot ist bekannt, der Salat auch – doch das war’s auch schon. Denn die Soße, Garnierung und Würze weichen komplett von dem typischen Döner ab. Sojasprossen und Teriyaki-Soße bringen den japanischen Kick. Dafür wird das Fleisch nur dezent mit Salz und Pfeffer gewürzt. Sonst kommt nix dran. „Da kommt kein Zaziki drauf“, stellt Dogan gleich klar. Denn das würde den Geschmack des zarten Rindfleisches komplett übertünchen.

Nuh Dogan präsentiert den neuen Wagyu-Döner.
Nuh Dogan präsentiert den neuen Wagyu-Döner. Foto: Marie Bonnet / DER WESTEN

Dogan brät die daumendicke Scheibe kurz von beiden Seiten an, sodass ein schönes Röstnetz auf dem guten Stück entsteht. Das Ganze wird aufgeschnitten und ins Brot gelegt. In der Tüte kommt der Wagyu-Döner auf einer Schieferplatte serviert und mit mehreren exotischen Soßenklecksen garniert daher. Das Fleisch ist sehr zart und schmeckt fabelhaft – ein Hochgenuss. Und die Soßenauswahl ist überraschen vielfältig von Chilli Cheese bis Sauce Bernaise oder Curry. Da ist für jeden was dabei.

Wer das kostbare Fleisch testen und sich nicht gleich finanziell ruinieren will, für den ist das Angebot passend. Für die richtige Wagyu-Experience könnte den ein oder anderen aber der Salat und das Brot stören. Es ist eben auch irgendwo noch ein Döner, das sollte man nicht vergessen.

Der Rohdiamant im Fladenbrot

Wagyu-Rind hat seinen Preis. 29,90 Euro kostet der Döner an der Viktoriastraße 53. Dogan vergleicht das gute Stück mit Gold oder gleich einem Rohdiamanten. Bei einem Einkaufspreis von über 200 Euro pro Kilogramm kommt das schon nahe. Günstiger kann er den Döner nicht verkaufen. „Sonst mache ich Verlustgeschäfte. Ich werde davon nicht reich, aber auch nicht arm.“

Wagyu-Rind eingeschweißt
Da ist das gute Stück. Foto: Marie Bonnet / DER WESTEN

Nichtsdestotrotz ist der Gastronom zuversichtlich, dass es ein Erfolg wird. „Ich kriege jeden Tag Anrufe von Leuten, die den Döner probieren wollen.“ Das Interesse ist auf jeden Fall da. Und wer nicht so viel Geld ausgeben will, der kann ja auch die Alternative für 6,50 Euro testen. Dieser ist übrigens ebenfalls zu empfehlen. Denn Dogan und seine Mitarbeiter machen es genau richtig: Die Sauce kommt ins Brot und nicht am Ende obendrauf. So weicht das Fladenbrot nicht durch und der Döner schmeckt auch noch gut, wenn du ihn dir für später einpacken lässt.


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Und wer experimentierfreudig ist, der kann auch mal die Spezialsoßen ausprobieren, die Dogan als Inspiration von seinen vielen Reisen mitgebracht hat. „Da muss mehr Pep rein“, lautet seine Devise bezüglich des „deutschen“ Döners.