Mülheim

Mülheim: Groß-Razzia gegen Clan-Kriminalität! 150 Polizisten stürmen Shisha-Bars und Spielhallen

Polizei und Ordnungsamt durchsuchen mit einem Großaufgebot Wettbüros und Shisha-Bars in Mülheim an der Ruhr.
Polizei und Ordnungsamt durchsuchen mit einem Großaufgebot Wettbüros und Shisha-Bars in Mülheim an der Ruhr.
Foto: Martin Möller/Funke Foto Services

Mülheim. Überraschungs-Razzia in Mülheim!

Am Eppinghofer Kreisel haben am Mittwochabend in Mülheim zahlreiche Kräfte von Polizei und Ordnungsamt eine Groß-Razzia durchgeführt. Das Ziel: die Bekämpfung der Clan-Kriminalität in Mülheim!

Mülheim: Groß-Razzia gegen Clan-Kriminalität! 150 Polizisten stürmen Shisha-Bars und Spielhallen

Unter Federführung des Mülheimer Ordnungsamtes sind offiziell Gewerbekontrollen vonstatten gegangen. Doch klar ist auch, dass die Polizei mit rund 150 Einsatzkräften ein Zeichen setzen wollte.

Der Einsatz hat rund anderthalb Stunden gedauert, ist Teil der Null-Toleranz-Strategie im Kampf gegen Clan-Kriminalität. Polizeisprecherin Sandra Steinbrock: „Uns geht es darum, starke Präsenz zu zeigen und den Menschen zu vermitteln, dass wir an diesem Thema dran sind.“ Zuletzt hatten bereits vermehrt Kontrollen in Essen stattgefunden, jetzt ist Mülheim dran.

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Woher kommen die Clans?

  • Wenn die Rede von kriminellen Araber-Clans ist, sind meist Mitglieder von Großfamilien mit türkisch-arabischen Wurzeln gemeint. In Deutschland gehören nach Schätzungen des Bundeskriminalamts (BKA) rund 200.000 Menschen zu solchen Großfamilien.
  • Die meisten von ihnen sind nicht kriminell. Manche aber haben sich zu mafiösen Gruppierungen zusammengeschlossen, nutzen familiäre Strukturen für kriminelle Geschäfte.
  • Sie leben häufig in einer abgeschotteten Parallelwelt, erkennen staatliche Strukturen nicht an. Straftaten werden zu internen Probleme erklärt, die innerhalb der Familien von sogenannten Friedensrichtern geregelt werden.
  • Viele haben eine türkische (15 Prozent) oder libanesische (31 Prozent) Staatsangehörigkeit, 36 Prozent haben eine deutsche Staatsangehörigkeit, fünf Prozent sind staatenlos.
  • Ausweisungen von Intensivtätern sind entsprechend schwierig

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Mülheim: Polizei will Präsenz zeigen und Zeichen setzen

Durchsucht wurden Spielhallen, Gastro-Betriebe und Shisha-Bars. Die Bilanz ist eher unspektakulär, ein illegal betriebener Geldspielautomat ist lediglich konfisziert worden. Vier weitere Automaten seien versiegelt worden, entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

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In den Shisha-Bars haben die Beamten auch CO-Messungen durchgeführt. Dort seien in der Vergangenheit zahlreiche Verstöße bekannt geworden.

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Die vollständige Einsatzbilanz steht allerdings noch aus. (mg)