Mülheim: Straßenschild sorgt für Fauxpas – Polizei muss sich bei Autofahrern entschuldigen

Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

2021 ist die Kriminalität zum sechsten Mal in Folge gesunken. Hat die Polizei immer weniger zu tun?

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Ein Straßenschild sorgt in Mülheim für mächtig Wirbel!

In Mülheim wurden wieder Raser von der Polizei zur Kasse gebeten. Doch offenbar zu Unrecht, wie sich herausstellte. Nun können zahlreiche Autofahrer ihr Geld zurückverlangen.

Mülheim: Polizei stellt 30 Geschwindigkeitssünder – zu Unrecht!

In einer 30-er-Zone blitzt die Polizei bekanntlich besonders gerne. Verständlich, da diese Bereiche oftmals an Schulen, Kindergärten oder Altenheime grenzen und dort besondere Vorsicht für alle Verkehrsteilnehmer gilt. Für die Verkehrssünder kann da jeder km/h zu schnell richtig ins Geld gehen. Im schlimmsten Fall ist sogar der Führerschein für ein paar Wochen weg.

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Bußgeldkatalog für die 30er Zone (Stand: 2022):

  • bis 10 km/h drüber: 30 Euro
  • 11 bis 15 km/h: 50 Euro
  • 16 bis 20 km/h: 70 Euro
  • 21 bis 25 km/h: 115 Euro, 1 Punkt
  • 26 bis 30 km/h: 180 Euro, 1 Punkt, 1 Monat Fahrverbot*
  • 31 bis 40 km/h: 260 Euro, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • 41 bis 50 km/h: 400 Euro, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • 51 bis 60 km/h: 560 Euro, 2 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
  • 61 bis 70 km/h: 700 Euro, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
  • über 70 km/h: 800 Euro, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

*Normalerweise wird nur dann ein Fahrverbot angeordnet, wenn Sie sich zweimal innerhalb eines Jahres einen Tempoverstoß von 26 km/h oder mehr geleistet haben.

Quelle: bussgeld-info.de

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Um Geschwindigkeitssünder auf frischer Tat zu ertappen, positionierte sich am Dienstagvormittag (28. Juni) eine Streife der Polizei Mülheim an der Ruhr im Stadtteil Styrum auf der Dümptener Straße. Der Verkehr wurde in Höhe der Wörthstraße gelasert. Insgesamt 30 Raser erwischten die Beamten – dachten sie zumindest.

Mülheim: Polizei entschuldigt sich für Fauxpas – Betroffene sollen Geld zurückkriegen

Denn wie sich jetzt herausstellte, war in dem Bereich eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde und nicht 30 erlaubt. „Ursache für die Fehleinschätzung war ein 'Zone-30-Verkehrsschild', das an einem Haus angebracht ist, das gerade renoviert wird. Dieses Schild wurde so verdreht, dass es nicht in die Wörthstraße, sondern auf die Dümptener Straße wies“, erklärt die Polizei in einer Pressemitteilung nun den Fauxpas.

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Autofahrer hatten sich daraufhin einige Tage später beschwert und die Beamten mussten ihren Fehler eingestehen. „Die Polizei Essen entschuldigt sich aller Form und arbeitet mit Hochdruck an der Rückabwicklung der ausgesprochenen Verwarnungsgelder“, heißt es in der Meldung. In Zukunft sollen solche Fehler vermieden werden.

Die vermeintlichen Raser, die das Bußgeld bereits bezahlt haben, werden in den nächsten Tagen das Geld zurücküberwiesen bekommen. Dafür ermittelt die Dienststelle gerade, auf wen das zutrifft.