Mülheim: Verfolgungsfahrt mal anders – Mann flieht mit unter 30 km/h vor der Polizei

Der Fahrer dieses Fiats leistete sich eine wilde – wenn auch nicht gerade rasante – Verfolgungsjagd.
Der Fahrer dieses Fiats leistete sich eine wilde – wenn auch nicht gerade rasante – Verfolgungsjagd.
Foto: Polizei Essen

Das hat die Polizei Mülheim vermutlich noch nie erlebt!

Mit einem Verkehrssünder lieferten sich die Beamten in Mülheim eine – nicht ganz so wilde – Verfolgungsjagd.

Mülheim: Mann flieht im Schneckentempo vor der Polizei

Am Montagmorgen beobachteten Polizisten am Kreisverkehr an der Klöttschen/Heißener Straße in der Mülheimer Altstadt wie der Fahrer eines weißen Fiat 500 einem anderen Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt nahm, indem er einfach in den Kreisverkehr fuhr.

Die Beamten entschieden daraufhin, den Fahrer für eine Kontrolle zu stoppen – doch der hatte andere Pläne. Statt auf das Halte-Signal der Polizei zu reagieren, flüchtete der 18-jährige Mülheimer zunächst über die Sandstraße zur Aktienstraße. Von dort ging seine Fahrt weiter über die Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Sedanstraße.

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Einige Fakten über die Stadt Mülheim an der Ruhr:

  • wurde 1093 erstmals urkundlich erwähnt, 1808 wurden die Stadtrechte verliehen
  • liegt zwischen Duisburg, Essen und Düsseldorf
  • hat 170.632 Einwohner (Stand: Dezember 2019), besteht aus neun Stadtteilen in drei Stadtbezirken
  • Oberbürgermeister ist Marc Buchholz (CDU)

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Blöd nur für den Fahrer, dass er bei seinem Fluchtversuch mit dem Bordstein kollidierte und einen Reifen seines Fahrzeugs so sehr beschädigte, dass er es bei seiner Flucht zwischenzeitlich nicht einmal mehr auf eine Geschwindigkeit von 30 km/h brachte. Kein Wunder also, dass sein Vorhaben, den Polizisten zu entkommen, gnadenlos scheiterte.

Mülheim, Schauplatz der wohl langsamsten Verfolgungsjagd aller Zeiten

Bevor die Beamten den jungen Mann an der Sedanstraße stoppen konnte, rammte dieser mit seinem Fiat noch ein Fahrzeug. Dieses wurde leicht beschädigt, die Insassen blieben glücklicherweise unverletzt.

Als der Fiat endlich zum Stehen kam, ließ sich der 18-jährige Verkehrssünder widerstandslos festnehmen. Er steht nicht nur im Verdacht, das Fahrzeug ohne Führerschein sondern auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt zu haben.

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Die Beamten entnahmen dem Mann aus Mülheim eine Blutprobe, woraufhin er die Polizeiwache wieder verlassen durfte. Er muss sich zudem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verkehrsunfallflucht verantworten. (alp)