Mülheim

Aldi: Kundin wirft Discounter Betrug vor – wegen dieses Angebots

Warum Aldi in Österreich Hofer heißt

Aldi Süd expandierte 1968 zum ersten Mal ins Ausland. In Österreich heißen die Filialen des Unternehmens Hofer.

Aldi Süd expandierte 1968 zum ersten Mal ins Ausland. In Österreich heißen die Filialen des Unternehmens Hofer.

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Mülheim. Von Lebensmitteln über Kleidung bis hin zu Sportgeräten: Der Mülheimer Discounter Aldi Süd hat ein vielfältiges Sortiment. In der Woche vom 9. Juli hat der Discounter ein Tauchset im Angebot gehabt - es besteht aus einer Tauchmaske und einem Schnorchel.

Eine Kundin, die das Produkt kaufte, wurde allerdings stutzig, als sie sich die Sicherheitshinweise des Angebots mal etwas genauer ansah. Denn: Aus denen geht hervor, dass das Set NICHT zum Tauchen geeignet ist. Sie macht ihrem Ärger auf der Facebook-Seite von Aldi Süd Luft. Und wirft dem Discounter Betrug vor.

Sie teilt ein Bild der Sicherheitshinweise, auf dem steht: „Verwenden Sie die Schnorchelmaske ausschließlich an der Wasseroberfläche. Tauchen Sie nicht ab.“

Tauchmaske bei Aldi Süd: „Wenn man Ahnung vom Tauchen hat...“

Es dauert nicht lange, bis andere Kunden den Facebook-Beitrag sehen und eine Diskussion um die Tauchermaske ausbricht.

Ein Kunde erklärt: „Die Maske ist zum schnorcheln und nicht zum tauchen!“ Damit gibt sich die enttäuschte Kundin nicht zufrieden, sie argumentiert: „Also Tauchmaske zum Nichttauchen... Nicht ein wenig verwirrend? Was heißt dann "2 in einem"?“

Ein anderer Facebook-Nutzer will aufklären: „Kopf unter Wasser: Wasser läuft in Schnorchel und dann in Lunge. Mit so einer Maske kann man das Gesicht ins Wasser tauchen, aber nicht den Kopf unter Wasser. Das ist aber, auch ohne Bedienungsanleitung, irgendwie logisch, oder? „2 in einem“ heißt, dass der Schnorchel nicht wie sonst dranhängt, sondern bereits in die Maske integriert ist.“

Eine weitere Kundin schreibt: „Wenn man Ahnung vom tauchen hat, weiß man, das beim tauchen der Druckausgleich über die Nase gemacht wird, spätestens bei 2-3 m spürt man den Druck auf den Ohren, da die Maske keine Möglichkeit hat, diesen so auszugleichen ist sie nicht zum tauchen geeignet. (...) Ich gehe davon aus, das die Dame weder einen Tauchschein noch die entsprechende Ausbildung dafür hat und Betrug ist es definitiv nicht.“

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Aldi Süd: „Wollen lediglich, dass unsere Kunden wohlauf aus dem Urlaub zurückkehren“

Dann bricht ein Streit unter dem Facebook-Beitrag aus. Weitere Facebook-Nutzer machen deutlich, was sie von den Betrugsvorwürfen halten: nichts. „Jo, also wenn man von Betrug spricht, wo keiner vorliegt, darf man sich über entsprechende Reaktionen nicht beschweren. Das ist nämlich kein guter Stil“, bemerkt einer.

Einen Tag später meldet sich auch der Discounter selbst zu Wort und kommentiert den Facebook-Beitrag: „Wir denken, dass das Thema hier bereits ausreichend diskutiert wurde. Wir wollen lediglich, dass unsere Kunden wohlauf aus ihrem Urlaub zurückkehren.“

Gegenüber DER WESTEN erklärt Aldi Süd: „Laut Definition geht man beim Tauchen mit dem Kopf oder dem ganzen Körper unter die Wasseroberfläche. So ist auch das Schnorcheln als Tauchvorgang anzusehen, da sich der Körper und das Gesicht unterhalb der Wasseroberfläche befinden, die Luftzufuhr jedoch unter Verwendung eines Schnorchels erfolgt, der sich in der Regel oberhalb der Wasseroberfläche befindet.“

Auch die Grafik auf der Verpackung zeigt, wie die Tauchmaske zu verwenden ist.

Den Vorwurf des Betrugs winkt Aldi Süd ab. „Aus unserer Sicht werden unsere Kundinnen und Kunden somit ausreichend über den richtigen Gebrauch der Vollgesichtsschnorchelmaske informiert“, teilt das Unternehmen mit. (bs)

 
 

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