Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Endlich ist die Stadt kein Schlusslicht – in diesem überraschenden Ranking

Der Nordsternpark in Gelsenkirchen lädt zum Verweilen ein.
Der Nordsternpark in Gelsenkirchen lädt zum Verweilen ein.
Foto: Holidu

Gelsenkirchen. Viele Gelsenkirchener haben es leid: Immer wieder landet ihre Stadt in zahlreichen Studien auf dem letzten Platz. Ein Bild, das Überhand gewinnt: Die Bewohner der Stadt sind arm, arbeitslos und verdienen wenig.

Doch eine neue Studie von „holidu“, einer Suchmaschine für Ferienhäuser, katapultiert Gelsenkirchen in die Top Ten. Geht es um die meisten Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner, landet die Stadt auf dem siebten Platz.

Gelsenkirchen landet bei Ranking auf Platz 7

Die komplette Top Ten:

  1. Potsdam | 33,03 m² Grünfläche pro Einwohner
  2. Kassel | 23,42 m² Grünfläche pro Einwohner
  3. Bremen | 21,32 m² Grünfläche pro Einwohner
  4. Magdeburg | 19,40 m² Grünfläche pro Einwohner
  5. München | 17,78 m² Grünfläche pro Einwohner
  6. Leipzig | 17,15 m² Grünfläche pro Einwohner
  7. Gelsenkirchen | 16,85 m² Grünfläche pro Einwohner
  8. Osnabrück| 15,18 m² Grünfläche pro Einwohner
  9. Bielefeld | 14,96 m² Grünfläche pro Einwohner
  10. Oldenburg | 14,44 m² Grünfläche pro Einwohner

Doch warum schneidet Gelsenkirchen so gut ab?

„Mit dem Ruhrgebiet assoziieren die wenigsten ausgedehnte Grünflächen - doch ist dies ein Irrglaube, denn allein in Gelsenkirchen, mitten im Zentrum des Reviers, machen die Parks eine Gesamtfläche von 4,39 Quadrat-Kilometern aus“, erklärt das Portal. Somit habe Gelsenkirchen beim Bundeswettbewerb „Entente Florale“ den zweiten Platz belegt. Gar ein Viertel der Gelsenkirchener Grünfläche steht unter Landschafts- oder Naturschutz.

Besonders beliebt: Der Nordsternpark und der Consol Park auf ehemaligen Zechengeländen, Nienhausenbusch und die Grünflächen an der Trabrennbahn.

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Weitere Studien zu Gelsenkirchen:

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Wie ist das Ranking entstanden?

Die Studie basiert auf den Daten von Open Street Maps (Stand: 27. April 2019). Dabei sind nur Großstädte ab einer Einwohnerzahl von 155.000 beachtet worden. Nach eigenen Angaben hat „holidu“ die Gesamtfläche aller Parks addiert und durch die Einwohnerzahl geteilt.

Dabei sind nur Parks berücksichtigt worden, die als solche in Open Street Maps gekennzeichnet sind. Naturschutzgebiete, Wälder, Biotope und Grünstreifen sind nicht aufgenommen worden. Dabei erhebt das Vergleichsportal keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

>> Städte im Ruhrgebiet werden immer ärmer: Das sind die Gründe, sagt die Regierung

Stadt Gelsenkirchen betont ihre grüne Seite

Zuletzt hatte sich die Stadtsprecher Martin Schulmann darüber beschwert, dass das Ergebnis vieler Studien voraussehbar sei. Im Gespräch mit DER WESTEN betonte er ausdrücklich, dass der Industriestandort, der Probleme mit Arbeitslosigkeit und Armut hat, auch schöne Seiten habe. Dabei nannte er ausdrücklich die zahlreichen Parks.

 
 

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