Essen

Verdi bricht Verhandlungen ab! Uniklinik Essen drohen nun unbefristete Streiks

Der Streik an der Uniklinik Essen geht weiter.
Der Streik an der Uniklinik Essen geht weiter.
Foto: dpa

Essen. Der Streik an der Uniklinik Essen geht weiter! Die Gewerkschaft Verdi hat die Gespräche zur Entlastung des Pflegepersonals vor dem letzten Verhandlungstag abgebrochen.

Schon ab Montag wird die Uniklinik Essen – ebenso wie das Uniklinikum Düsseldorf – wieder bestreikt.

„Eine Fortführung der Gespräche hat keine Grundlage, solange die Klinikvorstände nicht bereit sind, auf der Grundlage von belastbaren Zahlen zur Personalbesetzung auf den Stationen, in den OP-Bereichen und in den Intensivstationen kurzfristig wirksame Entlastungsmaßnahmen zu vereinbaren“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

Uniklinik Essen: Streik geht weiter

Nach 13 Streiktagen hatten sich die Unikliniken und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vergangene Woche zusammengesetzt, um einen „Tarifvertrag Entlastung“ (hier mehr Infos) zu erarbeiten.

Knackpunkt war dabei wohl vor allem die Verdi-Forderung nach 200 zusätzlichen Pflegekräften. Diese wurde laut der Gewerkschaft abgelehnt, ohne einen Gegenvorschlag zu unterbreiten. Die Verdi-Mitglieder beschlossen daraufhin fast einstimmig die Fortsetzung des Streiks.

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Die Leitung der Uniklinik Essen reagierte überrascht und enttäuscht auf den Abbruch der Gespräche. „Wir hatten in den ersten vier Terminen schon vieles auf den Weg gebracht und waren in den definierten Bereichen ziemlich weit. Eine Einigung schien greifbar nah“, sagt Andrea Schmidt-Rumposch, die als Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Essen an den Gesprächen teilgenommen hatte.

„Es ist bedauerlich und unverständlich, dass Verdi die Gespräche zu diesem Zeitpunkt vorzeitig abbricht, selbst den Termin am heutigen Freitag nicht wahrnehmen will, den Verdi zu Beginn der Gespräche ausdrücklich gefordert hatte, und jetzt erneut zum Warnstreikt aufruft“, so der Essener Uniklinik-Direktor Prof. Dr. Jochen A. Werner. „Wir stehen für weitere Verhandlungen mit ver.di über Entlastungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit und haben alle geforderten Unterlagen und Zahlen zum vereinbarten Termin vorgelegt.“ (dso)

 
 

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