Essen

Essen: Mutter rettet Tochter (7) – und wird dann selbst von Lkw überrollt

Eine Mutter (31) ist am Mittwochmorgen in Essen von einem EBE-LÖaster (hinten rechts im Bild) überfahren worden und gestorben. Ihre Tochter (7) musste alles mitansehen.
Eine Mutter (31) ist am Mittwochmorgen in Essen von einem EBE-LÖaster (hinten rechts im Bild) überfahren worden und gestorben. Ihre Tochter (7) musste alles mitansehen.
Foto: ANC News

Essen. In Essen ist am Mittwochmorgen um 8.01 Uhr eine Frau (31) von einem Lkw überfahren worden und gestorben. Der Unfall ereignete sich an der Kreuzung Stauderstraße / Josef-Hoeren-Straße im Stadtteil Katernberg.

Essen-Altenessen: Frau geht mit Tochter über die Straße und wird von Lkw erfasst

Die Mutter war mit ihrer Tochter (7) unterwegs. Beide überquerten die Stauderstraße, als der Fahrer eines Containerfahrzeugs der Entsorgungsdienste EBE sie beim Abbiegen in die Josef-Hoeren-Straße übersah und erfasste, berichtet ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage von DER WESTEN.

Laut Zeugen stieß die Frau ihre Tochter im letzten Moment auf den Gehweg und damit in Sicherheit.

Einsatzkräfte der Feuerwehr hoben das 16-Tonnen-Fahrgestell mit hydraulischem Gerät an, um die Frau zu befreien.

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Doch die Mutter starb noch am Unfallort in Katernberg. Die siebenjährige Tochter, die den tödlichen Unfall mitansehen musste, ist schwer verletzt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gekommen.

Lkw-Fahrer der EBE auch im Krankenhaus

Auch der Lkw-Fahrer der Entsorgungsbetriebe EBE wurde rettungsdienstlich versorgt und ist jetzt mit einem Schock in der Klinik.

An der Kreuzung Stauderstraße / Josef-Hoeren-Straße sind Fußgängerampeln angebracht. Ob Mutter und Tochter diese benutzten, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Essens Oberbürgermeister äußert sich zu tödlichem Unfall

„Der Unfall heute Morgen ist ein schreckliches Unglück. Die Familie und Betroffene werden zurzeit seelsorgerisch versorgt. Meine Anteilnahme gilt der Familie und den Angehörigen“, sagte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.

In Nordrhein-Westfalen sind nach einer Auflistung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in diesem Jahr bereits mindestens sechs Radfahrer und mindestens zwei Fußgänger bei Unfällen mit abbiegenden Lastwagen ums Leben gekommen.

Immer wieder Unfälle mit Lastwägen

Immer wieder ereignen sich beim Rechtsabbiegen von Lastwagen schwere Unfälle, weil Radfahrer oder auch Fußgänger in den tückischen "toten Winkel" geraten.

Ende Mai war ein siebenjähriger Junge in Köln bei einem Unfall ebenfalls von einem abbiegenden Müllwagen getötet worden.In der vergangenen Woche war im Bundestag eine Initiative der Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen diskutiert worden, die "eine schnelle Lösung des Problems des toten Winkels bei Lkw" fordert. Geprüft werden soll unter anderem die zeitnahe Einführung von sogenannten Lkw-Abbiegeassistenzsystemen. (lin/mit dpa)

 
 

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