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Essen: Historisches Lokal wird abgerissen – Anwohner stinksauer! „Ich fasse es nicht“

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

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Essen. Diese Nachricht ist vielen Menschen in Essen ein Dorn im Auge. Denn wieder einmal geht ein Stück Geschichte in Essen verloren.

Die Traditions-Gaststätte Domstuben im Stadtteil Werden wird abgerissen, berichtet die „WAZ“. Die Reaktionen darauf könnten deutlicher nicht sein.

Essen verliert Traditions-Lokal – aus diesem Grund

Der historische Gebäude-Komplex, in dem das Lokal untergebracht ist, gehört der katholische Propsteipfarrei St. Ludgerus. Und die sieht sich dazu gezwungen, das Gebäude abzureißen.

„Es hat lange gedauert, alles abzuwägen. Ab jetzt denken wir nicht mehr alternativ, sondern konkret“, erklärt Propst Jürgen Schmidt gegenüber der „WAZ“. Hintergrund der Entscheidung seien finanzielle Aspekte.

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Eine Sanierung des leerstehenden Gebäudes sei unwirtschaftlich gewesen, so die Kirche.

Anwohner aus Essen toben: „Ich fasse es nicht“

Viele Anwohner aus Werden sind entsetzt, dass es den Domstuben bald nicht mehr geben wird. In einer lokalen Facebook-Gruppe bringt zwar ein Essener Verständnis dafür auf, dass die katholische Kirche angesichts der schrumpfenden Mitgliederzahl zu Sparmaßnahmen gezwungen sein könnte.

Aber: „Mir als Werdener schmerzt es mit den Domstuben, genauso wie beim Kaiser Friedrich!“, so der Anwohner, der auf den Abriss des historischen Kaiser-Friedrich-Hauses im Jahr 2017 anspielt.

Damals wurden die Abriss-Pläne gegen den Widerstand der Bürger umgesetzt. Und auch heute sind viele Werdener alles andere als einverstanden mit der Entscheidung, wie folgende Reaktionen aus der Facebook-Gruppe zeigen:

  • Das kann doch nicht wahr sein! Noch mehr Gesichtsverlust
  • Geld und „Wirtschaftlichkeit“ haben mal wieder gewonnen. Schade
  • Das ist alles mehr als traurig
  • Unser Dorf und Werden verliert weiter sein Gesicht
  • Ich fasse es nicht! Ein Stadtbild wird zerstört

Immerhin verspricht die Kirche einen Neubau und kündigt ein spezielles Projekt an: „Wir ziehen uns nicht zurück, sondern möchten den Stadtteil mitgestalten.“

Was an der Stelle des Domstuben entstehen soll, kannst du hier bei der „WAZ“ nachlesen >>>