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Essen: Drama in Kletterhalle ++ Mann (45) stürzt ab und stirbt – jetzt spricht der Betreiber Klartext

Ein tragischer Vorfall hat sich am Karfreitag in einer Kletterhalle in Essen ereignet. Ein Mann kam zu Tode. Hier die bisher bekannten Infos.

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© Justin Brosch

Wie verhalte ich mich bei einem Unfall richtig?

Im Jahr 2022 sind in Deutschland mehr als 360.000 Personen durch Verkehrsunfälle zu Schaden gekommen. Wir zeigen, wie du dich verhalten solltest, wenn du Zeuge eines Unfalls wirst.

Schreckliche Szenen am späten Freitagabend (29. März) in einer Kletterhalle in Essen! Ein Mann ist abgestürzt. Rettungskräfte gaben ihr Möglichstes – am Ende vergeblich.

Wie die Polizei bestätigte, ist in einer Kletterhalle an der Graf-Beust-Allee im Essener Nordviertel gegen 20.15 Uhr ein Mann abgestürzt und später gestorben. Nach dem Unfall meldete sich am Samstag der Betreiber zu Wort.

Essen: Kletterer stirbt im Krankenhaus

Viele Fragen sind auch am Samstagmorgen noch offen. So viel ist jedoch bekannt: Nach dem Notruf eilten ein Rettungswagen, ein Notarzt, ein Löschfahrzeug der Feuerwehr und die Polizei zur Kletterhalle „Neoliet Easy-Climb Essen“. Die Einsatzkräfte fanden vor Ort einen Mann vor, der beim Klettern abgestürzt war und lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte. Auf Nachfrage von DER WESTEN bestätigte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen, dass es sich bei dem Opfer um einen 45-jährigen Mann handelt.

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Ein Rettungswagen und ein Polizeiauto stehen vor der Kletterhalle in Essen. Foto: Justin Brosch

Die Rettungskräfte versorgten ihn noch vor Ort und brachten ihn anschließend umgehend mit einem Rettungswagen in eine Klinik. Dort verstarb der Mann allerdings wenig später, wie die Polizei bestätigte.

Statement der Betreiber

Nach dem schrecklichen Vorfall meldete sich die Kletterhalle auf ihrer Website am Samstagmorgen (30. März) mit einem Statement. Darin erklärte der Betreiber, dass es am Vorabend zu einem Sturz aus großer Höhe gekommen sei, „der trotz des sturzdämpfenden Bodens zu so schweren Verletzungen geführt hat, dass der Verunglückte im Krankenhaus verstorben ist.“ Das Opfer sei ein „langjähriger und sehr gut bekannter Kunde“ gewesen, weswegen der Schock beim gesamten Team tief sitze.

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Nach bisherigen Angaben hätten die Untersuchungen der Kriminalpolizei kein Fremdverschulden festgestellt. Die Sicherungs- und Sicherheitssysteme der Kletterhalle hätten „einwandfrei funktioniert“, wurden nach aktuellem Erkenntnisstand aber von dem Kletterer nicht verwendet. Diese Information des Betreibers konnte die Polizei auf Nachfrage der Redaktion bislang nicht bestätigten.

Schlimmer Absturz im Jahr 2019

Bereits im Februar 2019 stürzte ein 57-jähriger Kletterer in der Halle aus etwa zehn Metern Höhe in die Tiefe. Er war damals trotz der Warnschilder ohne Sicherungssystem geklettert. Per Rettungshubschrauber wurde der Schwerverletzte ins Krankenhaus geflogen. Die WAZ zitierte damals den Hallenbetreiber mit den Worten: „Jede Person erhält eine Einweisung per Video.“ Darin werde mehrfach erklärt, dass man ohne Sicherung nicht klettern darf. Das Sicherungssystem sei absolut sicher, betonte der Betreiber seinerzeit.

Nach eigenen Angaben bietet die Kletterhalle etwa 75 Kletterrouten in bis zu 16 Metern Höhe. Betreiberin der Anlage ist die Kletterzentrum Neoliet GmbH mit Sitz in Bochum. Zu dem Unternehmen gehören Hallen zum Klettern und Bouldern in Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Mülheim und Bochum. Der Standort „Neoliet Easy-Climb Essen“ wurde im November 2018 nach mehrwöchigem Umbau eröffnet.


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Die Kriminalpolizei nahm noch am Freitagabend die Ermittlungen zur Ursache auf. Die Kletteranlage bleibt bis einschließlich Montag, 1. April, geschlossen, „um unseren Mitarbeitern und uns Zeit zu geben, uns hiermit auseinanderzusetzen“, so der Betreiber.