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Bochum: Polizei-Großeinsatz an der A40 – „Null Toleranz“

Zahlreiche Polizisten sind am Karfreitag in Bochum unterwegs, ebenso in Essen, Oberhausen und weiteren Städten. Hier alle Infos.

© Justin Brosch

Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

Laut der Polizei-Kriminalstatistik ist die Kriminalität in NRW 2022 leicht angestiegen. In den vergangenen sechs Jahren war sie noch stetig gesunken. Mit knapp 1,37 Millionen Delikten gab es einen Anstieg um 13,7 Prozent zum Vorjahr.

Was ist denn hier los? Das fragten sich zahlreiche Passanten und Autofahrer, die am Karfreitag in Bochum-Wattenscheid unterwegs waren. Ein Großeinsatz der Polizei in direkter Nähe zur A40 sorgte für Aufsehen.

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Zahlreiche Polizisten und Einsatzfahrzeuge hatten in direkter Nähe zum Auto-Zubehör-Geschäft D&W Position bezogen. Beamte sahen sich vorbeifahrende Fahrzeuge ganz genau und zogen immer wieder Autos heraus – vorübergehend oder sogar endgültig.

Bochum: Aktion gegen Raserei, Lärm oder illegale Umbauten

Was hatte es mit dieser Kontrollaktion auf sich? Ziel der Maßnahme war es nach Angaben der Polizei Bochum, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und potenzielle Verkehrssünder zu überprüfen. „Carfreitag“ lautet das Stichwort. Seit Jahren nutzen zahlreiche Tuner und Autoposer den Karfreitag für Ausfahrten und Szene-Treffen. Während sich die Mehrzahl nichts zu schulden kommen lässt, gibt es zugleich aber auch nicht wenige schwarze Schafe, die durch Raserei, Lärm, illegale Rennen oder verbotene Umbauten an ihren Autos negativ auffallen.

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Schon im Vorfeld hatte Polizei Bochum eine „Null Toleranz“-Strategie angekündigt. Behördensprecher Frank Lemanis erklärte: „Der öffentliche Verkehrsraum und seine Straßen sind keine Rennstrecken und keine Schauplätze für ein Kräftemessen oder zur Selbstinszenierung.“ Wer sich rücksichtslos oder regelwidrig verhalte, müsse damit rechnen, dass sein Fahrzeug und/oder sein Führerschein einkassiert werden. In diesem Sinne würden am Carfreitag in Bochum alle bekannten „Hotspots“ kontrolliert.

In Bochum hat die Polizei am „Carfreitag“ vor allem sportliche und getunte Fahrzeuge kontrolliert. Foto: Justin Brosch

„Carfreitag“-Kontrollen auch in Essen und am Centro Oberhausen

Auf dem Parkplatz von D&W in Bochum-Wattenscheid wurden am Carfreitag zahlreiche Autos angehalten und einer gründlichen Inspektion unterzogen. Immer wieder wurden Mängelkarten ausgestellt, um Fahrzeughalter auf Defekte oder Sicherheitsrisiken hinzuweisen.


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Auch am Ruhr Park in Bochum richtete die Polizei eine Kontrollstelle ein. Mehr als hundert extravagante Fahrzeugen, darunter viele amerikanische Oldtimer, waren dort zusammengekommen. Weitere Verkehrskontrollen führte die Bochumer Polizei in Herne und Witten durch.

In Essen bereitete sich die Polizei ebenfalls mit einem gesonderten Einsatzkräfte-Aufgebot auf die Kontrollen in der Tuning-Szene vor. Wie ein Polizeisprecher in Oberhausen sagte, werde die Szene auch dort im gesamten Stadtgebiet und besonders im Bereich des Centro kontrolliert. (mit dpa)