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Essen: Neue Mountainbike-Strecke sorgt für viel Ärger – „Gehandelt wird erst, wenn was Schlimmes passiert“

Essen: Eine neue Mountainbike-Strecke sorgt kurz nach ihrer Eröffnung für Ärger.
Essen: Eine neue Mountainbike-Strecke sorgt kurz nach ihrer Eröffnung für Ärger.
Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Essen. Tolle Neuigkeiten für Sport-Fans aus Essen!

Am Mittwoch wurde die neue Mountainbike-Strecke in Essen-Altenessen eingeweiht. Und nun sorgt die rund sechs Kilometer lange Strecke auf der Schurenbachhalde bereits für Ärger.

Eine Frau lässt keine guten Worte an dem neuen Angebot. „Gehandelt wird erst, wenn was Schlimmes passiert“, kritisiert sie auf Facebook.

Essen: Diese Mountainbike-Strecke sorgt für Ärger

Sie berichtet, dass Schautafeln am Beginn der Strecke in Essen auf Verhaltensregeln für die Benutzung der Halde hinweisen. „Zur Unfallvermeidung die angegebene Fahrtrichtung berücksichtigen, Fahrradhelme tragen, Müllvermeidung, Tiere und Natur mit Respekt behandeln und so weiter“, führt die Frau aus.

Außerdem würden Menschen dazu aufgefordert, ihre Hunde auf jenen Streckenabschnitten anzuleinen, die sie sich mit den Fahrradfahrern teilen. Die Schilder auf der gesamten Strecke zeigen die Fahrtrichtung an und weisen Spaziergänger und Reiter darauf hin, die reinen Mountainbikestrecken nicht zu betreten.

Aber: „Nirgendwo findet sich eine Beschilderung, die auf irgend eine Weise die Mountainbiker darauf hinweist, dass hier ein Wegstück beginnt, das sie sich mit anderen Menschen teilen müssen“, kritisiert die Frau. Und weiter: „Ich bin heute übelst angepöbelt worden, als ich mich auf einem dieser besagten gemeinsamen Teilstücke befand (mit angeleinten Hunden). Ich soll mich mal ganz schnell hier weg machen, das wäre eine Mountainbikestrecke.“

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Auf dem Rückweg habe sie dann erlebt, wie ein altes Ehepaar von zwei Fahrradfahrern ausgebremst worden sei, weil diese zehn Zentimeter vor dem Ehepaar abgebogen seien. „Ohne mit der Geschwindigkeit runter zu gehen, ohne den Richtungswechsel anzuzeigen.“

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Dabei stellt die Frau fest: „Ich habe mal gelernt, dass die jeweils stärkeren Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf die schwächeren nehmen müssen. Dies gilt besonders für Wege, die sich Fußvolk mit Fahrrädern teilt.“

Essen: Frau hatte schlimme Befürchtung

Vor vier Monaten habe sie den Regionalverband Ruhr (RVR), welcher die Mountainbikestrecke auf der Schurenbachhalde gebaut hat, gefragt, welche Schritte unternommen würden, um Spaziergänger zu schützen.

Die Antwort darauf sei gewesen: „Dafür wird schon gesorgt.“ Doch die Frau hat offenbar eine ganz andere Erfahrung gemacht. „Ich warte wirklich darauf, dass mal etwas wirklich Schlimmes passiert“, schreibt sie weiter und kommt zu dem Entschluss: „Gehandelt wird vermutlich erst dann, wenn es wirklich mal einen schweren Unfall gibt.“

Facebook-Nutzer bestätigen Schilderung

Tatsächlich berichten auch andere Facebook-Nutzer von ähnlichen Erlebnissen auf der Schurenbachhalde. Sie schreiben zum Beispiel:

  • „Wir waren vor ein paar Wochen dort, und das war garantiert das letzte Mal. Ich glaube, auf einen richtig fiesen Unfall wirst du nicht lange warten müssen.“
  • „Meine Freunde und ich ich gehen da regelmäßig Gassi mit den Hunden und es ist teilweise echt schlimm dort geworden, auch habe ich mit Fußgängern geredet, die auch schon negative Erfahrung gemacht mit den Radfahrern, es gibt solche und solche ,aber am Wochenende kannst einen ruhigen Spaziergang vergessen, sehr schade.“
  • „So denkt Jeder nur an sich. Wie immer. Der Hundemensch als auch der Biker. Beide kotzen mich an.“
  • „Als ich die Pläne gesehen habe, war mir klar, das kann nicht gut gehen.“

Damit bleibt nur zu hoffen, dass sich die Befürchtung der Menschen nicht bewahrheitet und es zu keinem schlimmen Vorfall kommen wird. (nk)

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