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Essen: Beliebter Laden macht dicht – Inhaberin muss aufgeben

In Kürze muss ein beliebter Laden in Essen seine Türen für immer schließen. Die Inhaberin sieht keine Chance mehr. Das sind die Hintergründe.

Essen: Dieser beliebte Laden in Haarzopf muss schließen.
u00a9 IMAGO/Jochen Tack

Das ist die Stadt Essen

Diese Aspekte machen Essen zu einer vielseitigen Stadt mit einer interessanten Geschichte, wirtschaftlicher Bedeutung, sportlichen Erfolgen und Freizeitmöglichkeiten.

Einwohner von Essen-Haarzopf sind entsetzt. Mitten im Stadtteil soll ein beliebter Laden dichtmachen. Der Grund dafür ist traurig, denn die Inhaberin muss nach mehreren Jahren aufgeben. Kurz vor dem 10-jährigen Jubiläum hat sie keine andere Lösung mehr gesehen.

Essen: Hier schließt eine beliebte Buchhandlung

Nach Informationen der WAZ muss die beliebte Buchhandlung „Leselust“ im Stadtteil Essen-Haarzopf schließen. Bereits Ende des Monats April wird es voraussichtlich so weit sein, bestätigte Inhaberin Anette Kammann. Im Stadtteil Haarzopf reagiert man mit Betroffenheit und Trauer auf die Nachricht.

Anette Kammann muss ihre "Leselust"-Filiale in Essen-Haarzopf schließen.
Anette Kammann muss ihre „Leselust“-Filiale in Essen-Haarzopf schließen. Foto: IMAGO/Funke Foto Services

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Anette Kammann hatte die Buchhandlung 2015 auf der Fulerumer Straße eröffnet und später auch erweitert. In der letzten Zeit kam es allerdings zu finanziellen Problemen, weswegen Kammann einen Untermieter gesucht hatte, um die Kosten zu reduzieren. Ein weiteres Problem war der Personalmangel. Deswegen hatte die Inhaberin auch die Leselust-Filiale an der Rüttenscheider Straße 208 im September 2023 aufgeben müssen, welche im Jahr 2022 eröffnet hatte. Hier gab es zusätzlich zu Büchern, auch noch Wein zu kaufen.

Essen: Der Grund ist bitter

Kammann bedauere es sehr, dass die Filiale in Haarzopf jetzt auch schließen muss, sagte sie gegenüber der WAZ. Vor allem der deutliche Anstieg der Indexmiete, der an die Inflation gekoppelt war, hat der Buchhandlung das Genick gebrochen. Nach eigenen Angaben musste Kammann im Monat 5.000 Euro zahlen. Es sollte monatlich sogar noch mehr werden.

Zusätzlich verzeichnete „Leselust“ Umsatzrückgänge von 10 bis 20 Prozent. Und das konnte der kleine Laden nicht mehr verkraften. Haarzopf sei ein schöner Standort, aber Geschäftsleute würden unter mangelnder Kauflust und durch die Konkurrenz im Online-Handel leiden, so Kammann.


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Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sieht es derzeit nicht gut aus. Eine Vollzeitkraft aus Haarzopf wird wohl noch für die Filiale in Stadtwald übernommen, aber vier bis fünf Arbeitskräfte haben wohl keine Zukunft mehr bei „Leselust“.

Jetzt hänge es von dem Insolvenzverfahren ab, wann genau die Haarzopfer Filiale schließen wird. Aber bereits jetzt werden schon keine Bestellungen mehr angenommen. Weitere Informationen findest du im Artikel der WAZ unter dem folgenden Link hier.