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Essen: Chaos bei Bombenentschärfung – Anwohnerin berichtet von heftigen Szenen: „Über so viel Ignoranz entsetzt“

Vorfälle an den Evakuierungsabsperrungen für die Bombenentschärfung in Essen! (Symbolbild)
Vorfälle an den Evakuierungsabsperrungen für die Bombenentschärfung in Essen! (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Swen Pförtner

Essen. Nach der Entschärfung der wohl größten Bombe seit Langem ist in Essen wieder etwas Ruhe eingekehrt. Der 840 Kilogramm schwere Sprengkörper wurde am Dienstag in Essen-Stoppenberg entdeckt und am Mittwoch erfolgreich unschädlich gemacht.

Doch bei der Absperrung der Evakuierungszone hatten sowohl die Polizei als auch die Einsatzkräfte der Stadt Essen mit Gegenwehr zu kämpfen.

Essen: Anwohnerin von Chaos schockiert – „Über so viel Ignoranz entsetzt“

Bei der Bombenentschärfung in Essen am Mittwoch waren rund 1.000 Einsatzkräfte zugegen: Polizeibeamte, Mitarbeiter der Stadt, Feuerwehrleute, Sicherheitsdienst und so weiter. Insgesamt kamen die Helfer aus ganz NRW angereist, um für Ordnung zu sorgen. Doch dabei hatten sie wohl so ihre Probleme.

Eine Anwohnerin schilderte auf Facebook, wie chaotisch es an den Absperrungen zuging. Sie selbst konnte miterleben, wie viele Leute versuchten, sich an den Sperrungen vorbeizumogeln.

Teils wurden diese sogar zur Seite gezogen, um dann mit dem Auto einfach durchzufahren. Oder es wurde einfach auf die Gegenfahrspur ausgewichen. „Sorry, aber ich bin über so viel Ignoranz entsetzt“, sagt die Anwohnerin. „Und erschrocken darüber, was hier gerade abgeht.“

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Die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Essen: Einsatzkräfte müssen mit Unwilligen diskutieren – da wird es schon mal „hitzig“

Das konnte eine Pressesprecherin der Stadt Essen nur bestätigen. So etwas käme immer wieder vor, doch diesmal seien es schon ungewöhnlich viele Vorfälle gewesen. Das erklärt sich die Pressesprecherin damit, dass es auch viel mehr Absperrungsstellen gegeben habe.

An mehreren Sperrstellen mussten sowohl Mitarbeiter der Polizei als auch des Sicherheitsdienstes des RGE mit den Menschen vor Ort diskutieren. Die wollten nicht einsehen, dass sie jetzt nicht einfach weiterlaufen oder fahren durften.

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Dabei kam es auch zu Streitereien, die teils „hitzig“ wurden, wie ein Pressesprecher der Polizei Essen schilderte. Doch leisteten die verständnislosen Bürger keinen nennenswerten Widerstand. (mbo)