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Essen: 17-Jähriger plante grausame Tat an Schule – es erinnert an einen Horrorfilm

Ein Jugendlicher soll am Don-Bosco-Gymnasium in Essen eine Gewalttat geplant haben. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.

essen bosco
u00a9 Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

So entsteht ein Phantombild

Ingo von Westphal ist Phantombildzeichner. Uns hat er erklärt, wie ein Phantombild entsteht.

Im Frühjahr 2022 herrschte Großalarm in Essen! Ein 16-Jähriger soll im April mehrere Gewalttaten geplant haben – sowohl am Don-Bosco-Gymnasium als auch an der Realschule am Schloss Borbeck, die er zuvor besuchte. Die Schulen blieben geschlossen, das SEK nahm den Jugendlichen am frühen Morgen in Borbeck fest. DER WESTEN berichtete <<<

In seiner Wohnung fanden die Beamten Beweise, die offenbar auf eine geplante Straftat hindeuteten. Jetzt steht fest, dass sich der mittlerweile 17-Jährige vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf beweisen muss. Am 9. Dezember beginnt der Prozess gegen den Jugendlichen aus Essen.

Essen: Jugendlicher soll Anschlag an Gymnasium geplant haben

Dem 17-Jährigen wird die Vorbereitungen einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Laut Anklage des Generalbundesanwalts soll der Jugendliche einen Anschlag geplant haben – mit dem Ziel, möglichst viele Lehrer und Schüler zu töten. Dafür soll er sich Materialen zum Bau von Sprengsätzen besorgt haben – die Anleitungen zur Anfertigung sollen aus dem Darknet stammen.

Zudem soll er eine ganze Reihe weitere Waffen besessen haben: Messer, Macheten, Schlagringe, Armbrüste sowie funktionsfähige Luftdruck- und Schreckschusswaffen fand die Polizei bei ihm. Außerdem konnten in seinem Zimmer in Essen auch rechtsextremistische Schriften sichergestellt werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Jugendliche allein gehandelt habe.

Jugendlichem drohen bis zu fünf Jahre Haft

Während das „Vorbereiten einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ für Erwachsene eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren zur Folge haben kann, sind es im Jugendstrafrecht maximal fünf Jahre.


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Insgesamt sind für den Prozess am Düsseldorfer Oberlandesgericht zehn Verhandlungstermine angesetzt. Am 17. Februar 2023 wird ein Urteil erwartet. (at, mit dpa)