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Essen: Hierbei platzt einem Corona-Alltagsheld der Kragen – „Hat mich sauer gemacht“

Diese Branchen profitieren in der Corona-Krise!

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Obwohl viele Unternehmen durch die Corona-Pandemie finanziell betroffen sind, ging es bei vielen anderen Firmen rasant bergauf. Folgende Branchen sind Pandemie-Gewinner ...

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Essen. Während Corona sind es vor allem Menschen wie medizinisches Personal, Verkäufer, Erzieher und Polizisten, die das Land am Laufen halten. Auch Mille aus Essen ist einer dieser Alltagshelden. Doch eine Sache hat ihn während der Pandemie verdammt sauer gemacht.

Was Mille während der Corona-Krise leistet, ist wirklich unglaublich. Der 33-Jährige arbeitet als Sanitäter in Essen. Zusätzlich engagiert er sich noch im Impfzentrum. „Ich mache das sehr, sehr gerne und kann mir vorstellen, diesen Job auch bis zu meiner Rente auszuüben“, betont er. Den ganzen Tag im Büro sitzen, das könne er nicht.

Essen: Corona-Alltagsheld platzt HIERBEI der Kragen

Dafür ist Mille viel auf den Beinen, arbeitet im Schichtdienst, rettet Menschen das Leben und leistet zusätzlich noch Arbeit im Impfzentrum. Doch was hat ein junger, engagierter Mann eigentlich für Wünsche an die Politik so kurz vor der Bundestagswahl?

Überraschenderweise ist Mille beim Thema Politik ziemlich zurückhaltend: „Versprechen werden eh meistens nicht eingehalten. Deswegen interessiert mich das nicht.“ Zudem habe er gar keine Zeit, um sich mit Politik auseinanderzusetzen. „Ich bin ja nur am rödeln“, erzählt er.

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Die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Essen: Junger Sanitäter überrascht mit seiner Aussage über Politik

Alles angefangen hat im Jahr 2006 mit einem Praktikum als Rettungssanitäter. Der Job gefiel Mille gut und er begann als Rettungssanitärer im Ehrenamt. Seit 2012 übt er den Job hauptberuflich aus – und das mit viel Leidenschaft.

Doch in seinem Beruf hat sich seit Corona einiges verändert: Der Aufwand für das Desinfizieren ist gestiegen, spezielle Schutzkleidung wird verlangt und „generell wird man vorsichtiger“. Und noch etwas ist anders: „Seit Corona ist es ruhiger geworden. Früher sind wir auch oft für Kleinigkeiten herausgefahren. Vor allem im Lockdown war es ruhig.“

Essen: Seit der Corona-Pandemie läuft einiges anders im Rettungsdienst

Doch nicht immer ist es ruhig und nicht immer sind es Kleinigkeiten, für die der Essener und sein Team herausfahren. Besonders bewegen tun ihn die Fälle, wo junge Menschen in Not geraten oder sogar versterben. Einer seiner bewegendsten Fälle war ein getötetes 18-jähriges Mädchen im Gleisbett.

„Wir sind zu einem Bahnhof gerufen worden. Da hieß es, dass Mitarbeiter eine Leiche gefunden hätten. Ein 18-jähriges Mädchen wollte wohl eine Abkürzung über die Gleise nehmen und wurde dabei wohl vom Sog eines Zuges mitgezogen. Solche Fälle machen einem dann schon nachdenklich“, berichtet Mille.

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Essen: Manche Fälle gehen auch an Mille nicht spurlos vorbei

Wesentlich weniger traurig geht es bei seinem Job im Impfzentrum zu. Hier arbeitet er sowohl gegen Bezahlung als auch ehrenamtlich. Er koordiniert im Impfzentrum die verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort. Dass das Impfzentrum in Essen bald schließen wird, sieht er mit gemischten Gefühlen: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Grade zu Beginn der Öffnung der Impfzentren hat Mille eine Erfahrung gemacht, die ihn bis heute richtig wütend werden lässt: „Damals als die Impfzentren noch relativ neu waren und es lange Wartezeiten gab, wurden wir von den Angehörigen der meist älteren Impflinge angeschrien und angebölkt. Das hat mich sauer gemacht. Die Impflinge selbst waren meist ganz friedlich. Aber den Angehörigen hat das lange Warten wohl nicht gepasst.“

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Essen: Was bewegt einen jungen Menschen zu so viel Engagement?

Bei seinen Jobs als Sanitäter und im Impfzentrum geht es oft stressig zu. Dolch warum tut sich Mille das alles an? „Ich habe schon immer so eine soziale Ader gehabt und schon immer gerne Menschen geholfen.“ (cf)