Essen: Kostet das Brötchen bald 1 Euro? Bäcker klagt über heftige Zustände: „Bleibt gar kein anderer Weg“

Essen: Bäcker Stefan Holtkamp bleibt nichts anderes übrig als auf die steigenden Preise zu reagieren.
Essen: Bäcker Stefan Holtkamp bleibt nichts anderes übrig als auf die steigenden Preise zu reagieren.
Foto: Chaleen Goehrke

Zur Zeit steigen nicht nur in Essen die Kosten Lebensmittel. Jetzt sind die Preissteigerungen auch bei einem anderen beliebten Produkt angekommen: dem Brötchen.

Steigende Energie- und Getreidepreise zwingen auch die älteste Bäckerei in Essen zu einem unangenehmen Schritt.

Essen: „Holtkamp“-Bäckerei mit nie dagewesenen Problemen

Neben steigenden Energie- und Spritpreisen schießen auch die Rohstoffpreise in die Höhe, zum Beispiel bei Mehl.

Laut dem Statistischen Bundesamt muss ein Bäcker für sein Getreide nun 34,4 Prozent mehr zahlen als noch im letzten Jahr – bei Zucker sind es sogar 40 Prozent.

Um die steigenden Kosten wieder einzuholen, drohen auch die Preise für Backwaren zu steigen. Bei den Brotpreisen macht es sich bereits bemerkbar. Nun könnten auch die beliebten Frühstücks-Brötchen folgen.

DER WESTEN hat mit dem Geschäftsführer und Bäckermeister der Bäckerei „Holtkamp“, Stefan Holtkamp, gesprochen. „Unser Mehlpreis steigt in unerfindliche Höhen, was wir noch nie gehabt haben. Das ist schon eine große Herausforderung“, berichtet der Bäckermeister.

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Und er muss es wissen, immerhin ist sein Familienbetrieb die älteste Bäckerei in Essen. Seit 1869 werden in der Bäckerei Brötchen verkauft und das an mittlerweile fünf verschiedenen Standorten.

Brötchen bald teurer? Bäcker Holtkamp stellt klar: „Bleibt gar kein anderer Weg“

Um auf die extremen Entwicklungen zu reagieren, bleibt dem Bäcker zufolge gar keine andere Wahl, als an der Preisschraube zu ziehen: „Ehrlich gesagt, die Energie- und Getreidepreise sind so kurzfristig gestiegen, dass wir unsere Preise erhöhen müssen. Da bleibt gar kein anderer Weg. Ich wüsste nicht, wo ich noch einsparen könnte.“

Schließlich müssten auch die Gehälter für die Mitarbeiter weiterhin bezahlt werden. Werden die Kosten an die Verbraucher weitergegeben? Das Fachblatt Bäckerzeitung prognostizierte jüngst einen Brötchenpreis von einem Euro.

Soweit will der 56-jährige Bäckermeister aus Essen aber nicht gehen: „Im Moment denken wir an über 10 Prozent. Das normale Brötchen kostet 35 Cent und wird auf 40 Cent erhöht. Das wird alle Bäcker treffen.“

Einen konkreten Zeitpunkt dafür nannte er noch nicht, doch der Bäcker rechnet mit einer Erhöhung.

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