Duisburg

Zoo Duisburg trauert um beliebte „Oma“ – ihr Tod hat Konsequenzen für alle Besucher

Zoo Duisburg: Große Trauer um Seehund-Dame „Oma“. (Symbolbild)
Zoo Duisburg: Große Trauer um Seehund-Dame „Oma“. (Symbolbild)
Foto: imago images / Reichwein

Duisburg. Der Zoo Duisburg ist in tiefer Trauer. Am Mittwoch mussten sich die Pfleger von ihrer „Oma“ verabschieden.

Das Seehund-Weibchen erreichte ein außergewöhnlich hohes Alter, teilte der Zoo Duisburg mit. Doch jetzt ist „Oma“ tot. Und ihr Ableben hat Konsequenzen, die alle Besucher betreffen.

Zoo Duisburg: „Oma“ im dramatischen Zustand

Als junges Seehund-Weibchen kam „Oma“ 1976 in den Zoo Duisburg, zog dort in 45 Jahren mehrere Jungtiere auf. Am Ende war sie blind und taub.

Doch trotz ihrer Einschränkungen fand sie sich in der ihr nur allzu bekannten Anlage zurecht. Doch in den vergangenen Wochen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand dramatisch.

„Sie zeigte Lähmungserscheinungen, die auf einen Bandscheibenvorfall schließen ließen“, so der Zoo Duisburg bei Facebook. Die CT-Bilder brachten letztlich Gewissheit: „Oma“ konnte keine Operation mehr helfen.

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Das ist der Zoo Duisburg:

  • 1934 gegründet
  • Mehr als 100 Mitarbeiter
  • Insgesamt 6862 Tiere im Zoo Duisburg
  • Bekannt u.a. für sein Delfinarium
  • Jährlich rund eine Million Besucher

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Am Ende entschieden die Tierärztin gemeinsam mit den betreuenden Tierpflegern „Oma“ einzuschläfern, um ihr Leid zu beenden.

Zoo Duisburg trauert um Charaktertier

„Der Verlust eines solchen Charaktertieres wiegt schwer“, teilte der Zoo Duisburg mit.

Besonders dramatisch für die Tierpfleger aus dem Seehund-Gehege: Erst kürzlich mussten sie den Verlust eines geliebten Schützlings verkraften. Denn auch Seehund-Dame Madelene (†34) musste wegen eines Speiseröhren-Tumors eingeschläfert werden.

Die Gedanken der Besucher aus dem Duisburger Zoo sind bei den Betroffenen: „Mein Beileid an das Zooteam und an die Pfleger-und Pflegerinnen. Gute Reise und komme gut über die Regenbogenbrücke. Es tut weh wenn man ein Tier groß gezogen hat. Wünsche allen viel Kraft für diese Zeit“, kommentiert eine Userin bei Facebook.

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Eine andere schreibt: „Wir haben Oma immer gerne früher im Zoo besucht und uns gefreut, wenn wir sie gesehen haben. Kenne die 'Kleine' seit 28 Jahren. Krass, wie die Zeit verfliegt. R I P, und grüße alle dort oben.“

Zoo Duisburg schließt Seehund-Bereich

Der Tod der beiden Seehund-Damen hat unmittelbare Konsequenzen. So will sich der Zoo Duisburg nun von seinen beiden letzten verbliebenen Seehunden trennen und die Seehund-Haltung auslaufen lassen. Babsy und Blue werden an einen anderen Zoo abgegeben.

Hintergrund der Maßnahme sind die baulichen Gegebenheiten der Seehund-Anlage. Diese wurde nur noch genutzt, damit „Oma“ und Madelene ihre alten Tage in gewohnter Umgebung verbringen können.

Wie die Fläche weiter genutzt wird, ist noch nicht geklärt. „Heute überwiegt bei uns einfach nur Trauer über den Verlust eines so wundervollen Tieres, das uns viele Jahre begleitet hat und wir nicht vergessen werden“, so der Zoo Duisburg. (ak)