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Zoo Duisburg verabschiedet sich von beliebtem Bewohner – er ist auf wichtiger Mission

Der Zoo Duisburg verabschiedet sich von einem beliebten Bewohner. Es ist auf einer wichtigen Mission – und könnte eines Tages zurückkehren.

© IMAGO / MaBoSport

Die Koalas im Duisburger Zoo haben Nachwuchs

Wir schauten beim Wiegen zu.

Abschied nehmen im Zoo Duisburg! Zweifellos gehören Koala-Bären zu den beliebtesten Tieren in Deutschlands Zoos, auch der Zoo Duisburg hat Koala-Bären, die oft und gern bestaunt werden. Jetzt aber müssen Besucher Abschied von einer Bewohnerin im Zoo Duisburg nehmen.

Denn Koala Eerin hat Duisburg schon verlassen, ist gemeinsam mit Revierleiter Mario Chindemi (58) auf dem Weg nach Dresden. Das Beuteltier hat eine wichtige Mission zu erfüllen, es geht um nichts weniger als den Artenschutz von Koala-Bären!

Zoo Duisburg verabschiedet sich von Koala-Bär

Die Reise nach Dresden, immerhin rund 600 Kilometer von Duisburg entfernt, hat Koala-Dame Eerin bereits gut überstanden. Der Zoo Duisburg berichtet darüber auf Facebook, zitiert Revierleiter Chindemi: „Sie ist völlig entspannt, hat während der Fahrt gefressen und ihr neues Zuhause aufmerksam erkundet.“

Im Zoo Dresden wird Eerin schon bald ihren neuen Partner Mullaya kennenlernen. Zoo-Ärztin Kerstin Ternes: „Eerin und Mullaya passen genetisch gut zueinander, sie haben beide noch keinen Nachwuchs bekommen und wir hoffen, dass sie zueinander finden.“ Wenn alles klappe, werde nach einer Schwangerschaft von etwas über 30 Tagen ein kleiner Koala geboren, der dann im Beutel der Mutter krabbelt und sich fest an einer Zitze ansaugt.

Beuteltier könnte nach Duisburg zurückkehren

Möglicherweise könnte Eerin später nach Duisburg zurückkehren, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat. Sie selbst ist dort im Juni 2020 im Zoo zur Welt gekommen, hatte eine schwierige Kindheit. Das Pflegerteam hat sie im Alter von einigen Monaten mit spezieller Koalamilch wochenlang zufüttern müssen, weil ihre Mutter einen eingeschränkten Milchfluss hatte.


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Revierleiter Chindemi erinnert sich: „Eerin war schwach, passte soeben auf die Handfläche eines Menschen und war auf unsere Hilfe angewiesen. Da haben wir natürlich direkt gehandelt und Starthilfe gegeben“. Bleibt zu hoffen, dass schon bald Eerin das eigene Mutterglück erfahren wird.