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Duisburg: Menschen helfen im Netz bei Suche nach vermisstem Kind – Polizei platzt der Kragen

Ungelöste Kriminalfälle - Nicole Schalla

Ungelöste Kriminalfälle - Nicole Schalla

25 Jahre blieb der Mord an der Dortmunderin Nicole Schalla ungesühnt. Doch dann kam Bewegung in den Fall.

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Duisburg. Seit einigen Tagen kursiert im Netz eine private Suchmeldung nach einem angeblich entführten Mädchen (4) aus Duisburg.

Der Polizei Duisburg platzt nun der Kragen. Jetzt räumt sie mit den falschen Behauptungen auf.

Duisburg: Mädchen (4) angeblich entführt – das ist wirklich passiert

Seit Mittwochnachmittag, 1. Dezember, geistern private Fahndungsaufrufe durchs Netz. Auf Facebook und anderen Portalen rufen Menschen zur Suche nach einer mutmaßlich entführten Vierjährigen aus Duisburg auf. Das Kind war am selben Tag aus einer Kita kurzzeitig verschwunden, ist jedoch längst wohlbehalten wieder aufgetaucht. Eine Entführung lag nie vor.

Die Polizei möchte den falschen Fahndungsaufrufen nun den Riegel vorschieben. Sie warnt eindringlich vor dem Verbreiten und Teilen des privaten Aufrufs und betont, das gelte für alle vergleichbaren Aktionen im Netz.

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Das ist die Stadt Duisburg:

  • frühste schriftliche Erwähnung im Jahr 883
  • fünftgrößte Stadt in NRW, besteht aus sieben Stadtbezirken
  • hat rund 496.000 Einwohner (Stand: Dezember 2020)
  • Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt
  • fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammen aus den acht Duisburger Hochöfen
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Landschaftspark Duisburg-Nord, Tiger & Turtle – Magic Mountain, Sechs-Seen-Platte
  • Oberbürgermeister ist Sören Link (SPD)

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Polizei Duisburg erklärt: Das ist das Problem an privaten Vermisstenanzeigen im Netz

Natürlich liege es im Interesse der Behörde, im Fall eines Vermisstenfalls möglichst viele Menschen zu erreichen. Oft stelle sich ein Fall bei näherem Hinsehen aber ganz anders dar, als die Menschen ihn wahrnehmen. „Private Suchen oder Fahndungen verbreiten sich in der Zwischenzeit aber so rasant im Netz, dass ein späteres Einfangen der veröffentlichten Bilder und Informationen kaum noch möglich ist.“

Erschwerend hinzu kämen zudem ungerechtfertigte Hass- und Hetzkommentare, die sich nicht selten gegen Unbeteiligte richten. Der Gesetzgeber gebe daher einen sehr engen Rahmen für das Veröffentlichen von Fahndungen vor. Die Polizei prüft in jedem Fall gründlich, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

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Auch Online-Portale wie DER WESTEN nehmen Fahndungsfotos übrigens wieder aus dem Netz, sobald vermisste Personen wieder aufgetaucht sind. Im Falle eines vermissten Jungen (10), der noch immer fieberhaft gesucht wird (er könnte sich laut Behörden in Duisburg aufhalten), war dies aber leider noch nicht möglich, denn der Fahndungsaufruf gilt nach wie vor. Wenn du helfen möchtest, schau dir das Foto <<< gerne an und wende dich mit Informationen an die Polizei. (alp)