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Duisburg: Vater und Sohn (9) vom Rhein mitgerissen – Leichen entdeckt

Duisburg: Vater und Sohn (9) vom Rhein mitgerissen – Leichen entdeckt

© IMAGO / Jochen Tack

Rettungsgasse: So bildest du sie richtig

Wenn sich der Verkehr außerorts staut, muss in Deutschland eine Rettungsgasse gebildet werden. Das musst du dabei beachten.

Duisburg. 

Bei einem Bade-Unfall in Duisburg ist am Dienstagabend (6. September) eine Familie vom Rhein mitgerissen worden.

Polizei und Feuerwehr Duisburg suchten mit vereinten Kräften nach den Vermissten. Dabei war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Jetzt ist in Wesel ein männlicher Leichnahm aufgetaucht.

Duisburg: Hubschrauber-Einsatz am Rhein – Zeugen-Aussage lässt Schlimmes befürchten

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Duisburg gegenüber DER WESTEN bestätigte, suchten die Einsatzkräfte nach einem Notruf um 18.50 Uhr akribisch den Rheinabschnitt zwischen der Woltershofer Straße in Baerl bis zur Stadtgrenze ab.

Ein 64-jähriger Vater und sein neunjähriger Sohn sind gegen 18.45 Uhr im Bereich der NATO-Rampe von der Strömung des Rheins erfasst und abgetrieben worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Junge im Wasser gespielt haben, als ihn die Strömung mitriss. Als der Vater und die 33-jährige Mutter des Kindes ins Wasser sprangen, um es zu retten, wurde auch der Vater mitgerissen.

Ein 36-jähriger Angler hörte die Hilferufe der Frau und rettete sie mithilfe seines Keschers aus dem Rhein. Vater und Sohn wurden jedoch weiter abgetrieben und verschwanden in den Fluten.

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Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen der Feuerwehren aus Duisburg und Wesel, der DLRG, der Wasserschutzpolizei und von Tauchern der Feuerwehr blieben beide vermisst

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Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  • Bei einem Unfall die Unglücksstelle absichern und den Notruf unter 112 oder 110 wählen
  • lebenswichtige Funktionen des Verletzten kontrollieren
  • Im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten, Blutungen stillen, stabile Seitenlage
  • Person mit einer Rettungsdecke wärmen. Dabei auch auf Wärme von unten achten
  • Psychische Betreuung: Mit der betroffenen Person sprechen, ihr über den Kopf streichen. Auch Bewusstlose spüren diese Fürsorge.

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Einsatzkräfte stellen Suche in Duisburg ein

Die Polizei Duisburg teilte am Abend mit, dass die Suche wegen des Einbruchs der Dunkelheit zu Land und Wasser abgebrochen werden musste.

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Die Einsatzkräfte setzten ihre Suche nach den beiden Vermissten am Mittwoch fort – ohne Erfolg.

Später wurde die Suche abgebrochen. Ein Sprecher der Polizei Duisburg teilte auf Nachfrage von DER WESTEN eine tragische Erkenntnis: „Die Erfolgsaussichten sind leider zu gering.“

Die Polizei halte selbstverständlich weiter die Augen offen. „Aber wir suchen jetzt nicht mehr gezielt“, so der Polizeisprecher. (ak)

Duisburg: Retter schildert dramatische Szenen im Wasser

Der Angler wurde vom Rettungsdienst und später von einem Notfallseelsorger betreut.

„Als Angler sehe ich häufiger, dass Menschen in den Rhein gehen, mal nur mit den Füßen, oft auch ganz“, sagte der Moerser zur „WAZ“. Er warne sie stets, kassiere dafür jedoch meist nur Sprüche. In diesem Fall hätte er deshalb nichts gesagt.

Er sah mit an wie das Kind alleine im Wasser spielte und dann in den Sog eines vorbeifahrenden Schiffes gezogen wurde. Die Mutter sei hinterher gesprungen. „Die Mutter hat versucht, ihr Kind über Wasser zu halten, das war ein richtiger Kampf“, erinnerte sich der Angler.

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Weitere Meldungen aus Duisburg:

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Er brachte sich selbst in Gefahr, um zumindest die Mutter aus dem Wasser zu ziehen. „Der Junge ist zwei Meter von mir entfernt untergegangen“, musste der Retter entsetzt mitansehen. „Das tat richtig weh. Aber die Strömung ist da einfach zu stark“, weiß der 36-Jährige.

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Dann rannte der Vater an ihm vorbei, versuchte sein Glück, doch er und das Kind wurden innerhalb weniger Augenblicke abgetrieben.

Duisburg: Erfolglose Suche nach Vater und Sohn – Leichenfund in Wesel

Am Rheinufer in Wesel ist nun am Donnerstag eine Leiche gefunden worden.Der Leichnam war zunächst in Büderich gesehen worden und am Sporthafen an Land gezogen worden. Auf Höhe Xanten-Wardt soll ebenfalls eine Leiche im Wasser gesichtet worden sein.

Mittlerweile ist die Identität der beiden Leichen geklärt >>> (mbo)