Duisburg

Duisburg: Querdenkerin nimmt ihre Kinder aus der Schule – ihre Begründung macht fassungslos

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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Duisburg. Am Montag hat die Schule in Duisburg nach den Weihnachtsferien wieder begonnen. Zwei Schüler sollten an diesem Tag jedoch fehlen.

Ihre Mutter erlaubte ihnen nicht, die Klassenräume zu betreten. Ihre Beweggründe erklärte sie bei einer Impfgegner-Demo am Montag in Duisburg. Darüber berichtet die „WAZ“.

Duisburg: Mutter nimmt Kinder aus der Schule – „Unwiderlegbare Fakten“

Demnach behaupte die Mutter, dass die Teststäbchen, die bei den Pooltests an Schulen genutzt werden, verseucht seien (das sind sie nachweislich nicht). Außerdem litten ihre Kinder schwer unter den Test, hätten massives Nasenbluten.

In einem 13-seitigen Schreiben mit „unwiderlegbaren Fakten“, das die Mutter auch in Telegram-Gruppen verbreite, habe sie die Schulen ihrer Kinder informiert, dass sie „pandemiebedingt nicht mehr am Präsenzunterricht in der Schule teilnehmen.“

Auch den Sinn der Maskenpflicht stellt die Querdenkerin in dem Dokument in Frage.

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Corona in NRW (Stand: 14. Januar):

  • 7-Tage-Inzidenz: 441,6
  • Neuinfektionen zum Vortag: 17.256 Fälle
  • Erstimpfungen in Prozent: 788
  • Vollständige Impfung in Prozent: 75,5
  • Todesfälle insgesamt: 20.722

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Sabine Kretschmann-Dulisch, Leiterin des Hildegardis-Gymnasiums, und ihr Kollege Carsten Höhr von der Gustav-Heinemann-Realschule bestätigen den Eingang des Querdenker-Schreibens der Mutter.

Wie die Lehrkräfte sowie die Stadt Duisburg mit der Situation umgehen, erfährst du hier bei der WAZ >>>

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Schülerin aus Hagen darf nicht mehr auf Schulhof lernen

Ein Gegenmodell dieses Protests lieferte ein Mädchen (13) aus Hagen. Auch sie will derzeit keinen Klassenraum betreten und ließ sich deshalb auf dem Schulhof unterichtet.

Ihr Protest war der Bezirksregierung Arnsberg und dem Jugendamt Hagen wegen der eisigen Januar-Kälte allerdings ein Dorn im Auge. Alles über die Beweggründe der 13-Jährigen und wo sie jetzt unterrichtet wird, liest du hier >>> (ak)