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Duisburg: Mulmiges Gefühl auf neuer A40-Brücke – „Ob das so geplant war?“

Nun ist der erste Teil endlich fertig: Die neue A40-Brücke in Duisburg. Doch irgendwas daran ist komisch. War das wirklich so geplant?

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Eigentlich war die A40-Brücke in Duisburg für etwas ganz anderes konzipiert: Ursprünglich war sie für 10.000 Fahrzeuge ausgelegt. Mittlerweile rollen täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge über die Brücke. Kein Wunder, dass der Ausbau der A40 und der Neubau einer leistungsfähigeren Brücke unumgänglich waren. Nach weniger als vier Jahren Bauzeit war es am 06. November soweit: Der erste Teil der neuen A40-Autobahnbrücke über den Rhein wurde freigegeben.

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Doch so richtig begeistert sind die Ruhrpottler noch nicht von dem neuen Bauwerk. Irgendetwas erscheint ihnen komisch.

Neue A40-Brücke in Duisburg: „Es hubbelt“

Um 5 Uhr am Montagmorgen (06.11.) wurde der erste Teil der neuen A40-Rheinbrücke bei Duisburg-Neuenkamp freigegeben – viele Autofahrer in Nordrhein-Westfalen können aufatmen, denn endlich kann das neue Bauwerk genutzt werden. Doch einer Autofahrerin fiel beim Überqueren etwas Merkwürdiges auf. In einer lokalen Facebook-Gruppe teilte sie ihre Bedenken mit: „Bei der ersten Überfahrt hatten wir das Gefühl, wir hätten einen Plattfuß am Auto. Es hubbelt und ist uneben. Ob das so geplant war?“. DER WESTEN fragte bei der „DEGES“, die Projektmanagementgesellschaft, die für den Bau der Brücke beauftragt war, nach.


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Die „DEGES“ räumte ein, dass der Bodenbelag für die Autofahrer wirklich spürbar sei: „Das erste Teilbauwerk der neuen Rheinbrücke Neuenkamp hat einen Gussasphalt erhalten, dieser ist im Gegensatz zu einem Walzasphalt gröber in der Struktur. Dies spüren auch die Verkehrsteilnehmer bei der Fahrt über die neue Rheinquerung“. Trotzdem würden die Vorteile überwiegen: „Der Vorteil bei Gussasphalt besteht darin, dass Fahrzeuge weniger Lärmemission erzeugen, der Gussasphalt abriebfest ist, mehr Grip hat und auch thermischen Belastungen standhält“. Diese Gründe würden für diesen Asphalttyp sprechen.

Bis 2026 soll alles fertig sein

Die Autofahrer werden sich also wohl oder übel an den Belag gewöhnen müssen. Nach weniger als vier Jahren Bauzeit ist nun die erste Hälfte des Brückenbauwerks fertiggestellt. Die alte Brücke kann jetzt abgerissen werden. Im nächsten Schritt wird die zweite Brücke vollendet. Diese wird dann an die erste Brücke geschoben und mit ihr verbunden. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.


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