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Dortmund: Unzumutbare Zustände an Schule – SIE sind der Grund

Hass im Netz: Das kannst du tun

Dortmund. 

Heftig, was an einer Schule in Dortmund abgeht.

Ein Großvater eines gerade erst eingeschulten Mädchens kann seine Enkeltochter bei den Zuständen nicht mehr sorgenfrei zur Schule gehen lassen. Er hat jetzt genug und meldet das Problem unter anderem auch der Polizei Dortmund. DER WESTEN hat ebenfalls mit den Behörden darüber gesprochen und Erschreckendes erfahren.

Dortmund: Was Eltern vor der Schule machen, ist gefährlich – vor allem für die Kinder

Diese Mail ging raus an die Leitung der Friedens-Grundschule an der Lina-Schäfer-Straße in Lütgendortmund, aber auch an den Oberbürgermeister Thomas Westphal, die Bezirksvertretung und das Ordnungsamt. „Seit knapp einer Woche befindet sich nun unsere Enkeltochter als Erstklässler in Ihrer Schule. Was ich in dieser Zeit beobachtet habe, betreffend der Bring- und Abholzeit der Kinder, ließ mich entsetzen und ist für mich unbegreiflich“, beginnt der Vater und Großvater seinen Brief.

Die Eltern würden ihre Kinder häufig mit dem Auto zur Schule bringen. Ihr Fahr- und Parkverhalten lasse nicht nur zu wünschen übrig, sondern sei auch gefährlich. Der Mann spricht von einem „haltlosen Durcheinander“. „Rücksichtslos“ würden die Eltern viel zu schnell vorfahren und wild parken, teils, ohne auf andere Kinder zu achten.

„Bei der Abholung werden von vielen Eltern die Fahrzeuge so geparkt, dass der komplette Gehweg nicht mehr zu nutzen ist. Auch beobachtete ich, dass ohne Rücksicht auf die Kinder einfach die Pkws zurücksetzen.“ Über zehn Minuten laufende Motoren seien ebenfalls normal, sowie Wendemanöver in der viel zu engen und zugeparkten Straße direkt vor der Schule.

Dortmund: Polizei bestätigt „Phänomen der Eltern-Taxis“

„Ich habe selbst Autofahrer auf Ihr rücksichtsloses Verhalten angesprochen, wurde aber geflissentlich ignoriert“, bemerkt der Mann. „Die angesprochenen Autofahrer waren alle samt Eltern, was es noch schlimmer macht. Ich könnte bei diesen Zuständen unsere Enkeltochter nicht sorglos alleine ihren Schulweg bestreiten lassen.“ Der Großvater will sich für ein strengeres Halteverbot einsetzen und schickt auch einen Rundbrief an die Eltern.

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Auf Anfrage von DER WESTEN hieß es von der Polizei, dass das Problem bereits bekannt sei. Aber es sei kein einzelnes Phänomen, sondern das gleiche Bild trete auch immer wieder an anderen Standorten auf. „Wir kennen dieses Phänomen Eltern-Taxis seit gut zehn Jahren“, erklärt ein Polizeisprecher. Innerhalb von rund einer Woche habe es allein in Dortmund und Lünen mehr als 2.000 Sanktionen und davon allein über 1.500 Tempoverstöße vor Schulen gegeben.

Daher wendet sich der Sprecher auch mit einem dringenden Appell an die Eltern: „Lasst das Auto stehen“. Und „wenn es schon nicht ohne Auto geht, dann setzt das Kind weiter weg ab“. (mbo)