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Dortmund: Explosionen reißen Anwohner aus dem Schlaf ++ SEK stürmt Wohnung

SEK-Einsatz am Wochenende in Dortmund! Mehrere Explosionen beim Zugriff schrecken Anwohner auf, es seien Blendgranaten eingesetzt worden.

© IMAGO / Justin Brosch

Polizisten_üben_im_Amok-Trainingszentrum

Im Amok-Trainingszentrum in Bochum trainieren Polizisten für den Ernstfall.

Riesen-Schreck für Anwohner in Dortmund-Scharnhorst. In der Nacht von Samstag (28. Januar) auf Sonntag ist es in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Heidstrang eskaliert. Anwohner wählten kurz nach Mitternacht den Notruf der Polizei Dortmund, weil ein Nachbar (34) im Hausflur randalierte.

Als die Einsatzkräfte anrückten, war von dem 34-Jährigen nichts mehr zu sehen. Der Mann hatte sich bereits in seiner Wohnung verschanzt. Als die Lage immer brenzliger wurde, mussten die Beamten Spezialkräfte hinzuziehen.

Dortmund: Explosionen bei SEK-Einsatz

„Es gab Hinweise darauf, dass der Mann bewaffnet war“, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage von DER WESTEN mit. Daraufhin rückte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an. Die Beamten stürmten mitten in der Nacht die Wohnung und nahmen den 34-Jährigen zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam.

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Der Vorfall dürfte viele Anwohner in der Nachbarschaft aufgeschreckt haben. Denn in Video-Aufnahmen des Zugriffs, die den „Ruhrnachrichten“ vorliegen, sind mehrere Explosionen zu hören. Offenbar sind bei dem Einsatz Blendgranaten gezündet worden. Zum Vorgehen der SEK-Kräfte wollte sich die Polizei-Sprecherin allerdings nicht äußern.

Polizei Dortmund findet Waffe in Wohnung

Die Hinweise zum Waffenbesitz sollten sich bestätigen. So stießen die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung der Wohnung auf Pfeil und Bogen. Vor dem Zugriff soll der 34-Jährige lautstark durch das Treppenhaus gebrüllt haben – ob er dabei schon bewaffnet war, ist Gegenstand der Ermittlungen.


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Weder der 34-Jährige noch SEK-Beamte hatten sich nach Angaben der Polizeisprecherin bei dem Zugriff verletzt. Der 34-Jährige wurde am Montagmorgen (30. Januar) aus dem Gewahrsam entlassen und wurde umgehend wegen des Verdachts auf eine psychische Erkrankung in die LWL-Klinik eingeliefert.

>>Anmerkung der Redaktion<<

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.