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Dortmund: Schweiz hat Predigt verboten – jetzt kommt „Prophet des Terrors“ in deutsche Moschee

In Dortmund will ein radikaler Salafist am Wochenende in einer Moschee predigen. Die Polizei ist machtlos, kann beim Irrsinn nur zuschauen.

Dortmund
© Privat

Imam und Rabbiner zeigen sich über den Krieg in Israel bestürzt

Terroristen der islamistischen Hamas haben Israel überfallen und zahlreiche Zivilisten ermordet. Der Rabbiner Elias Dray und der Imam Ender Cetin zeigen sich im Interview mit DER WESTEN bestürzt.

Nächster Islamismus-Hammer in NRW – das immer mehr droht, zum Hort radikaler Prediger zu werden! Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 wagen sich radikale Islamisten an die Öffentlichkeit, beeinflussen junge Muslime mit Hetzpredigten und Hass-Reden. Erst am letzten Wochenende trat nach DER WESTEN-Informationen Hassprediger Abu Alia in Mülheim auf.

Und jetzt will er nach Dortmund kommen, um am Samstag (6. April) zum Thema „Was nach dem Ramadan?“ einen Vortrag zu halten. Die Schweiz hatte ihm zuvor eine Predigt verboten. Bitter: Die Polizei in Dortmund ist machtlos, kann nur untätig zuschauen, wie unsere Jugendlichen Abu Alias Auffassung eines „gottgefälligen“ Islam ausgesetzt sind…

Dortmund: „Prophet des Terrors“ will Predigt in Moschee halten

Abu Alia heißt bürgerlich Efsthathios T., ist dem NRW-Verfassungsschutz bekannt. Er gilt als Größe der salafistischen Szene – nicht nur in NRW, sondern in ganz Deutschland. Er trat ab 2017 auch im Verein „Ansaar International“ auf. Die Hilfsorganisation wurde 2021 verboten, weil die Initiatoren islamistische Gruppen wie die Hamas finanziell unterstützten.

Der gebürtige Grieche selbst hat auf Social Media Tausende Follower. Gegenüber DER WESTEN ordnet eine NRW-Ministeriumssprecherin ein: „Er gilt gegenwärtig als einflussreicher Akteur im extremistischen Salafismus“. Besonders gefährlich: Er pflegt die Nähe zu prominenten Salafisten, die Hunderttausende Follower auf Instagram, Tiktok und anderen sozialen Medien aufweisen.

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Abu Alia gilt als radikaler Salafist, will in Dortmund predigen. Foto: Privat

Stadt duckt sich weg, Polizei machtlos

Dabei bleibt es nicht. T. war in Deutschland auch als sogenannter „Gefährder“ gelistet, bei denen die Behörden also das Risiko sahen, dass sie „Straftaten von erheblicher Bedeutung“ wie Terrorismus begehen könnten. Wie kann es sein, dass so einer frei in Dortmund islamistische Propaganda betreiben kann – womöglich gegen Juden, Nicht-Muslime und die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland hetzt?

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Mit diesem Flyer werben die Veranstalter für die Predigt von Abu Alia in Dortmund. Foto: Metin Gülmen/DER WESTEN

Die Stadt Dortmund duckt sich weg, verweist auf die Polizei als zuständige Behörde. Der wiederum sei der Auftritt von Abu Alia bekannt. Doch man sei machtlos, weil die Veranstaltung in geschlossenen Räumlichkeiten eines Vereins stattfinde. Deshalb sei eine Genehmigung keine Pflicht.

„Zeit, dieser terroristischen Bedrohung ein Ende zu setzen!“

Schon nach den geplanten Auftritten in der Vergangenheit in Minden und Duisburg (DER WESTEN berichtete) warnte Marc Lürbke (47, FDP), innenpolitischer Sprecher seiner Landtagsfraktion: „Die schwarz-grüne Landesregierung darf nicht schulterzuckend zulassen, dass salafistische Hassprediger völlig ungestört auf Moschee-Tour durch NRW ziehen! Diese ‚Propheten des Terrors‘ verführen Kinder und Jugendliche zu Fanatismus und religiösem Hass. NRW darf nicht länger Wohlfühlort radikaler Islamisten sein!“


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Und auch für Bundespolizist und Vize-Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, Manuel Ostermann (34, CDU), ist die Situation inakzeptabel. Ostermann zu DER WESTEN: „Es wird Zeit, dieser terroristischen Bedrohung rechtsstaatlich ein Ende zu setzen. Jetzt.“ Bleibt zu hoffen, dass die Landesregierung von Ministerpräsident Hendrik Wüst (48, CDU) wirklich handelt und dem Ganzen einen Riegel vorschiebt.

Der islamische Verein aus Dortmund, in dem Abu Alia auftreten wollte, hat mittlerweile auf die Berichterstattung reagiert. Mehr dazu hier >>>