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Bochum: Anwohner schrecken Nacht für Nacht aus dem Schlaf – „Eigentlich müsste man wegziehen“

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

Essen und Bochum bilden das Herz des Reviers. Doch welche der beiden Ruhpott-Metropolen ist eigentlich die Coolere? Wir haben die Highlights der Städte für dich zusammengetragen. Jetzt musst du entscheiden.

Bochum. 

Im Stadtteil Werne von Bochum können die Anwohner nachts kaum ein Auge zubekommen. Dafür ist es einfach zu laut.

Denn jede Nacht um 2.00 oder 3.00 Uhr donnert es auf dem Werner Hellweg in Bochum. Die Bewohner sind langsam mit ihrem Latein am Ende, wie die „WAZ“ berichtet.

Bochum: Anwohner werden um ihren Nachtruhe gebracht – „Unerträglich“

„Wir wissen, dass wir an einer Hauptverkehrsstraße leben“, ist sich ein Ehepaar im Klaren. Das Paar wohnt am Werner Hellweg und kann den Lärm der Lkw nachts nicht mehr ertragen. Die werden von der Spedition Graf immer schon sehr früh losgeschickt und das schon seit Wochen.

„Wenn die Speditions-Lkw voll beladen hier vorbeifahren, ist das kein Problem, dieses entsteht, wenn sie leer zurückfahren“, sagt der Mann gegenüber der „WAZ“. „Durch den unebenen Straßenbelag knallt bei den Anhängern Metall auf Metall. Ganz schlimm“, findet er. Und nicht nur er und seine Frau bekommen kein Auge zu. Selbst der Besuch aus Bayern neulich hielt es nicht mehr aus. „Der ist schon zwei Tage früher wieder abgereist, so unerträglich fanden sie die Situation.“

Und auch andere Anwohner haben das gleiche Problem. „Das ist der Wahnsinn, was hier abläuft“, sagt einer, der direkt gegenüber dem Gewerbegebiet wohnt. „Das ist, als wenn ein Hammer auf einen Amboss geschlagen wird“, so der 60-Jährige. „Eigentlich müsste man hier wegziehen.“

Bochum: Speditions-Chef reagiert auf Beschwerde – und gibt DAS zu

Der 60-Jährige hat bereits die Idee geäußert, die Straße zu einer Einbahnstraße zu machen. „Bei uns können die reinfahren und dann nur hinten zur Feuerwache an der Brandwacht hin wieder raus.“ Und diese Lösung wird zurzeit tatsächlich überdacht. Senior-Chef Gerhard Graf hält seine Fahrer nun dazu an, das Gelände auch nur noch in diese Richtung zu verlassen.

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Und die neue offizielle Einfahrt liegt im Gegensatz zur provisorischen abseits vom Werner Hellweg. „Von daher müsste schon mal einiges an Krach wegfallen“, schätzt der Chef. Er hat sehr viel Verständnis für die Beschwerden der Anwohner. „Wenn ich da wohnen würde, würde ich wegziehen. Meine Frau könnte hier nicht schlafen“, ist er sicher.

Bochum: Für SIE gibt es noch keine Lösung

Er kann auch erklären, was genau den schlimmen Krach verursacht. „Es sind die sogenannten Pilze, die zum Befestigen der Container da sind, die den metallischen Lärm erzeugen. Wir haben schon bei einer Fachfirma nachgefragt, ob man da mit einer Kunststoffbeschichtung etwas machen kann. Leider nein“, bedauert Graf.

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Wie es allerdings für die Anwohner weitergeht, die weiterhin zu nahe an dem Gewerbegebiet wohnen und immer noch durch den Lärm gestört werden, erfährst du bei der „WAZ“. (mbo)