Veröffentlicht inBochum

Bochum: Feuerwehr findet tote Frau (45) – Polizei hat schweren Verdacht

Nach dem Fund einer Frauenleiche in Bochum ermittelt die Mordkommission. Die Ermittler haben einen Tatverdächtigen im Visier.

© IMAGO / U. J. Alexander

Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

2021 ist die Kriminalität zum sechsten Mal in Folge gesunken. Hat die Polizei immer weniger zu tun?

Die Feuerwehr Bochum hat am Donnerstagmittag (15. Dezember) die Leiche einer Frau (45) in ihrer eigenen Wohnung gefunden. Als die Einsatzkräfte gegen 13.30 Uhr in die Achtermannstraße im Stadtteil Wattenscheid gerufen wurden, gingen alle Beteiligten noch von einem medizinischen Notfall aus. Doch vor Ort sollte sich schnell ein ganz anderes Bild ergeben.

Die Zeichen verdichteten sich, dass die 45-jährige Opfer einer Gewalttat geworden sein könnte. Die Obduktion bestätigte den Verdacht der Polizei Bochum. Ein Tatverdächtiger wurde schnell gefunden.

Bochum: Frau in eigener Wohnung getötet

Es passte alles nicht zusammen. Einen medizinischen Notfall schlossen die Ermittler beim Anblick der Leiche und der Szenerie vor Ort schnell aus. „Die Auffindesituation und das festgestellte Verletzungsbild der Verstorbenen deuteten auf ein Gewaltverbrechen hin“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum am Freitag mit. Daraufhin setzte die Polizei Bochum sofort eine Mordkommission ein.

Schnell geriet der Lebensgefährte (41) der getöteten Bochumerin in den Fokus der Ermittlungen. Der 41-Jährige, der sich zum Zeitpunkt des Feuerwehr-Einsatzes in der Wohnung seiner Partnerin befand, wurde vorläufig festgenommen.

Frau in Bochum getötet – Obduktion bestätigt schweren Verdacht

Am Tag nach dem Fund der Leiche liegt das Ergebnis der Obduktion vor. Durch die Arbeit der Gerichtsmediziner verdichteten sich die Hinweise auf eine Gewalteinwirkung. Daraufhin beantragte der zuständige Bochumer Staatsanwalt einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 41-Jährigen.


Mehr Themen:


Nachdem er am 16. Dezember dem Haftrichter vorgeführt wurde, saß der 41-Jährige in Untersuchungshaft. Laut Polizei könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich statt um ein Tötungsdelikt um eine Körperverletzung mit Todesfolge handele. Deswegen ließ die Staatsanwaltschaft den Untersuchungshaftbefehl gegen den Verdächtigen deshalb am Freitag, 23. Dezember, außer Vollzug setzen.