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Mick Schumacher: Mentor packt aus – damit hätte er überhaupt nicht gerechnet

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Mick Schumacher bekommt Lob von Mentor Jock Clear. Foto: imago images/PanoramiC

Für Mick Schumacher gab es zuletzt nicht nur Lob aus der Formel 1.

Jetzt meldet sich der Mentor von Mick Schumacher zu Wort und zieht Bilanz. Jock Clear verfolgt die Karriere des Rookies von Beginn an und verrät, womit er bei seinem Zögling nicht gerechnet hätte.

Mick Schumacher: Mentor Jock Clear sah Mazepin am Anfang vorn

Dass Mick Schumacher bislang noch nicht mit einem Top-Ten-Platz glänzen kann, war zu erwarten. Viel weniger seine Fahrkünste, als die Beschaffenheit des Haas-Autos sind dafür der Grund.

Viel wichtiger für ihn daher, dass er seinen Teamkollegen Nikita Mazepin regelmäßig in Schach halten kann. Im internen Teamduell hat Schumi Jr. in neun von elf Rennen die Nase vorn. Das bringt auch seinen Driver Coach Jock Clear zum Staunen. „Ehrlich gesagt bin ich in diesem Jahr ziemlich beeindruckt von seinem Speed aus dem Stand“, erzählt Clear im F1-Podcast ´Beyond the Grid‘.

Denn als die Leute den 57-Jährigen über Schumachers Chancen gegenüber seinem Teamkollegen gefragt haben, sah er noch Vorteile bei Mazepin: „Ich sagte, ich wäre nicht überrascht, sollte Mazepin ihn im Qualifying zunächst ein paar Mal schlagen, weil Mick eben eine Weile braucht, um auf Speed zu kommen.“

Und das obwohl der 22-Jährige seinen Kontrahenten bereits in der Formel 2 hinter sich lassen konnte. Um den Grund dafür zu verstehen, gilt es die gesamte Karriere des F1-Fahrers zu beleuchten.

Clear lobt Mick Schumachers neue Stärke

Ein Blick auf die Karriere von Mick Schumacher verrät, dass der Rookie gerne mal mit Startschwierigkeiten zu Beginn der einzelnen Klassen zu kämpfen hatte.

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Im ersten F4-Jahr war Schumacher Gesamtzehnter, im zweiten Vizemeister. In F3 und F2 folgte auf zwölfte Gesamtplätze in den jeweiligen Debütjahren beide Male sogar der Meistertitel im zweiten Jahr.

„Er ist keiner, der einsteigt und du sagst: ‚Bam! Dieses Kind ist schnell‘! Aber gib ihm ein zweites Jahr in der Klasse und er wird wirklich gut und konstant“, erinnert sich der Ferrari-Ingenieur zurück.

Die freudige Entwicklung des F1-Neulings erklärt sich Clear so: „Sein bester Zug ist, dass du ihm einmal etwas sagst und er es annimmt und damit umgeht. Dann denkst du: ‚Oh mein Gott, er hat es behoben!’“ Der ständige Wille sich verbessern zu wollen und fleißig an sich zu arbeiten, sei für Schumacher auch in Zukunft der Schlüssel zum Erfolg.

Den Personality-Preis verabreicht Clear jedoch jetzt schon an Mick Schumacher. „Mick ist einfach ein in jeder Art und Weise so, so netter junger Mann. Was auch immer er in seinem Leben anfängt, es wird ihm immer gut dienen, einfach ein top Kerl zu sein und mit Leuten klarzukommen.“

Es bleibt also weiterhin spannend zu sehen, wohin die Reise von Mick Schumacher, dem Sohn von F1-Legende Michael Schumacher, noch führt. (cg)