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Formel 1: Nach Aus des China-GP – kehrt der Deutschland-GP jetzt zurück?

Die deutschen Fans der Formel 1 warteten bislang vergeblich auf die Rückkehr des Deutschland-GP. Wie stehen die Chancen wirklich?

Formel 1 Deutschland GP

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Sebastian Vettel hat aufgehört, Mick Schumacher kein Cockpit mehr bekommen – der einzig verbliebene deutsche Fahrer in der Formel 1 ist Nico Hülkenberg. Und auch ein Rennen in Deutschland gibt es nun schon länger nicht mehr.

Mit dem Aus des China-GP wäre nun eigentlich ein Platz frei im Rennkalender der Formel 1. Doch wie stehen die Chancen der deutschen Strecken? Wir haben mit dem Hockenheimring und dem Nürburgring gesprochen.

Formel 1: Rückkehr des Deutschland-GP?

Lange Zeit zählten Hockenheimring und Nürburgring zum Inventar der Formel 1, mehrere Jahre gab es sogar zwei Rennen pro Jahr in Deutschland – den Deutschland-GP in Hockenheim und den Europa-GP am Nürburgring.

Zuletzt war die Formel 1 2020 in Deutschland unterwegs. Damals sprang der Nürburgring unter dem Namen Eifel-GP ein. Seitdem warten die Fans vergebens auf die Rückkehr der Formel 1 nach Deutschland. Das große Problem sind die hohen Antrittsgebühren, die eine Strecke an die FIA zahlen muss. Aserbaidschan, Katar und Saudi-Arabien blättern über 50 Millionen Euro für die Formel 1 hin.

„Haben gezeigt, dass wir die Formel 1 erfolgreich durchführen können“

„Die Formel 1 ist jederzeit willkommen. Jedoch nur zu wirtschaftlich sinnvollen Rahmenbedingungen“, betonte der Nürburgring gegenüber dieser Redaktion. Zu Beginn des Jahres habe es gemeinsam mit der Hockenheimring ein Gespräch mit der Formel 1, in dem die Veranstalter ihre gemeinsame Haltung bekräftigten.

„2020 haben wir als Nürburgring bereits gezeigt, dass wir eine Formel 1 erfolgreich durchführen können. Selbst mit dieser kurzen Vorbereitungszeit war die Veranstaltung 2020 unter Corona-Bedingungen organisatorisch und kommunikativ ein großer Erfolg für den Nürburgring“, teilte ein Sprecher des Nürburgring gegenüber dieser Redaktion mit.

Formel 1
2020 fuhr die Formel 1 zuletzt am Nürburgring. Foto: IMAGO / Motorsport Images

Beim Hockenheimring ist der Tenor gleich. Gespräche aufgrund des Wegfalls des China-Grand-Prix gibt es keine. „Außerdem wäre es angesichts unseres vollen Veranstaltungskalenders im nächsten Jahr eine sehr große Herausforderung, die Formel 1 im Jahr 2023 bei uns stattfinden zu lassen“, so ein Sprecher der Hockenheimrings.

Formel 1 muss „wirtschaftlich tragbar“ sein

Er stellte klar: „Wir sind nicht daran interessiert, kurzfristig als Ersatzkandidat einzuspringen, haben aber durchaus großes Interesse daran, die F1 mit einer mittelfristigen Zukunftsperspektive an den Hockenheimring zu holen. Nach wie vor stehen wir auf dem Standpunkt, dass die F1 wirtschaftlich tragbar für uns sein muss.“


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Heißt im Klartext: Wenn die FIA nicht von ihren hohen finanziellen Forderungen nicht abrückt, wird auch in den nächsten Jahren kein Deutschland-GP stattfinden. Ein Rennen sei alleine mit den Einnahmen aus den Eintrittskarten nicht finanzierbar. F1-Boss Stefano Domenicali betonte zwar immer wieder, dass er eine Rückkehr nach Deutschland bevorzugen würde – dafür müsste man aber eine Lösung für die hohen Antrittsgebühren finden.