Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Das ist die Erkenntnis nach der Niederlage beim VfL Wolfsburg

Manfred Hendriock
Enttäuscht: Schalke-Trainer Domenico Tedesco.
Enttäuscht: Schalke-Trainer Domenico Tedesco.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Was ein guter Saisonstart wert sein kann, hat der FC Schalke 04 vor einem Jahr erlebt. Damals gab es im ersten Spiel einen 2:0-Heimsieg gegen den damaligen Vize-Meister RB Leipzig und die durch den Erfolg untermauerte Erkenntnis: Es funktioniert, was man in der Vorbereitung einstudiert hat.

Das gibt einen Schub für den weiteren Verlauf der Saison.

VfL Wolfsburg – FC Schalke 04: Niederlage zum Auftakt für S04

Diesmal muss Schalke mit der Erkenntnis leben: Eine ungewöhnlich hohe Fehlerquote kostet Punkte. Natürlich haben die turbulenten Ereignisse um Schiri Ittrich und dessen Video-Beweise Schalke auf dem Platz zurückgeworfen; die Mannschaft war in der Phase, als beim Schiri die Konfusion fröhliche Urständ’ feierte, gerade auf dem Weg, sich wieder selbst zu finden. Aber letztlich: In der ersten Halbzeit war nicht die Mannschaft auf dem Platz, die man aus dem Vorjahr kannte.

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Abspielfehler (Neuzugang Sané!), mit denen der Gegner zum Kontern eingeladen wurde, wenig Zug zum Tor, kaum Angriffe in die Tiefe und ganz vorne keine Durchschlagskraft: Es gibt einiges zu verbessern. Was stimmte, war aber die Moral: Schalke bäumte sich, erst recht nach den Schiedsrichter-Eingriffen, gegen die Niederlage auf und hätte sich zum Schluss den einen Punkt verdient gehabt.

Allerdings auch hier: Nach dem 1:1-Ausgleich wollte die Mannschaft in Unterzahl zu viel und drängte sogar noch auf den Sieg. Ein cleveres Team hätte vermutlich den einen Punkt mit nach Hause genommen.

Die gute Nachricht: Zu Wochenbeginn wird Nationalspieler Rudy die Schalker verstärken - er ist ein Mann, der gerade die defensiven Reihen ordnen kann. Die schlechte: Weil mit Matija Nastasic (Rote Karte) nun ein weiterer Innenverteidiger ausfällt, wird die Personaldecke in der Abwehr jetzt schon zum Start richtig eng.