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Zoo in NRW: Irre Szenen im Gehege – Pfleger greifen zu drastischen Mitteln

Was ist denn in diesem NRW-Zoo los? Plötzlich müssen die Tierpfleger im Gehege zu schweren Geräten greifen.

© IMAGO/Eibner

Das sind die fünf größten Zoos in NRW

NRW ist das Bundesland mit den meisten Zoos. Doch welche Tierparks haben die größte Fläche? Das zeigen wir euch in diesem Video.

Solche Szenen sieht man in den NRW-Zoos wirklich nicht alle Tage…

Sind das noch Tierpfleger oder schon Bauarbeiter? Was der Kölner Zoo (NRW) in den vergangenen Tagen auf Facebook zeigte, dürfte für einige erstaunliche Blicke gesorgt haben.

Zoo in NRW: Pfleger greifen zu schwerem Gerät

Was ist denn da los? Da greift eine Tierpflegerin im Kölner Zoo tatsächlich zu einer Flex, auch „Winkelschleifer“ genannt, und setzt das schwere Gerät tatsächlich an einem lebenden Tier an! Aber keine Sorge – das hat alles seinen guten Grund.

Denn bei dem Tier handelt es sich um einen Elefanten. Den Rüsselträgern soll es im Zoo natürlich an nichts fehlen – zur Versorgung gehören daher auch kleine Wellnessprogramme, wie in diesem Fall eine Pediküre für die Dickhäuter.

Doch wie läuft Fußpflege bei Elefanten ab? Nun, bei den mächtigen Tieren ist alles eben eine Spur robuster und stabiler, Leitkuh „Kreemblamduan“ bringt alleine 3,7 Tonnen auf die Waage! Wenn man dann die Zehennägel der Elefanten pflegen will, reicht eben keine normale Nagelfeile. Da muss dann auch mal die Flex herangeholt werden, um den Elefantennägeln Herr zu werden.

>> Hier kannst du dir die ungewöhnliche Elefanten-Pediküre ansehen <<

Und ja, Elefanten haben tatsächlich Zehen, auch wenn es bei den stämmigen Füßen zunächst nicht danach aussieht. Sie gehören wie Pferde, Rinder und Nashörner zu den Zehengängern und laufen tatsächlich auf ihren Zehenspitzen! Afrikanische Elefanten haben an den Vorderfüßen vier und an den Hinterfüßen drei Zehen – bei ihren asiatischen Artgenossen sind es vorne fünf und hinten vier.

Kölner Zoo trainiert mit Elefanten

Im Kölner Zoo leben insgesamt zehn Elefanten auf einer mehr als zwei Hektar großen Anlage. Zwei Stunden am Tag arbeiten die Tierpfleger mit den Tieren, um mit ihnen Verhaltensmuster für tierärztliche Behandlungen einzustudieren – so dass problemlos Blut abgenommen oder eben eine Flex-Pediküre durchgeführt werden kann, ohne dass die Tiere panisch oder aggressiv werden.


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Die verbleibenden 22 Stunden dürfen die Dickhäuter auf der großen Anlage machen was sie wollen – vor den Augen der zahlreichen begeisterten Besucher (>> hier mehr lesen).