Wüst und Kutschaty: Zuschauern fällt Trick bei TV-Duell auf – einige sind direkt empört

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TV-Duell im WDR: Am Donnerstagabend trafen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty kurz vor der Landtagswahl aufeinander. Beim letzten TV-Highlight vor der NRW-Wahl fiel den Zuschauern direkt ein pikantes Detail auf.

Aus Sicht von manchen CDU-Anhängern war das ein No-Go. Es gab reichlich Häme und Kritik im Netz.

Bei der Größe ein deutlicher Unterschied zwischen Kutschaty und Wüst

Ein Unterschied zwischen Hendrik Wüst und Thomas Kutschaty ist augenscheinlich: Der Christdemokrat ist deutlich größer als der Sozialdemokrat. Der 46-Jährige kommt auf 1,91 Meter, während es sein 53-jähriger Herausforderer unzweifelhaft kleiner ist. Er kommt etwa auf die selbe Höhe wie Kanzler Olaf Scholz, also 1,70 Meter.

So ein optischer Unterschied macht sich nicht gut in einem Wahlkampf, den man auf Augenhöhe führen will. CDU und SPD lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitze. Ein Kandidat, der einen Kopf größer ist, könnte bei den Wählern auch in anderen Belangen als überlegen wahrgenommen werden.

NRW-Wahl: Podest für Kutschaty bei TV-Duell sorgt für Häme und Kritik

Beim TV-Duell im WDR sollte der Höhenunterschied zwischen Kutschaty und Wüst mit einem Podest kaschiert werden, auf dem Kutschaty stand. Doch nicht nur er: Auch die Moderatorinnen Ellen Ehni und Gabi Ludwig wurden mit Podesten vor ihren Stehpulten etwas größer.

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Für manche WDR-Zuschauer aus der CDU-Anhängerschaft war das ein rotes Tuch. Sie warfen dem Sender vor, zu tricksen. „Typisch WDR. Stellt Kutschaty auf ein Podest“, meckerte ein Christdemokrat beispielsweise auf Twitter. Andere warfen dem SPD-Man einen „Napoleon-Komplex“ vor.

WDR erklärt: Darum stand Kutschaty auf einem Podest beim TV-Duell

Doch was steckte wirklich dahinter? Einige Zuschauer vermuteten technische Gründe für die Höhenangleichung. Eine WDR-Sprecherin erläuterte dann auf Anfrage von DERWESTEN, wieso man sich redaktionell dafür entschieden hat.

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WDR-Pressesprecherin Kristina Bausch erklärte gegenüber DERWESTEN, dass letztlich ein produktionstechnischer Grund für das Podest für Kutschaty gesprochen habe. „Aufgrund der Größenunterschiede der Beteiligten hätte es ohne eine Angleichung in der Höhe Schwierigkeiten bei der bildlichen Auflösung durch die Kameras gegeben“, so Bausch.

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Bausch erläuterte den kameratechnischen Grund näher: „Sowohl die Kandidaten als auch die Moderatorinnen hätten entweder tendenziell nach unten oder aber tendenziell nach oben schauen müssen. Für das Publikum an den Bildschirmen hätte dies in bestimmen Naheinstellungen irritierend wirken können.“ Der Einsatz von Podesten in Fernsehstudios sei genau aus solchen Gründen „übliche Praxis“.

Das Podest von Kutschaty war zudem für alle Zuschauer gut sichtbar. Die Konstruktion wurde nicht versteckt, sondern offen von den Kameras eingefangen. Einen Vorteil hatte Kutschaty daraus also nicht.