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Witten: Frau von Freund erwürgt – vor Gericht kommt der erschreckende Grund für die Tat ans Licht

In Witten hatte ein Mann seine Freundin erwürgt. Vor Gericht kam nun die ganze erschreckende Wahrheit ans Licht.

Frau hält Hände vors Gesicht
© IMAGO / Pixsell

Mord oder Totschlag? Das ist der juristische Unterschied

Eine Tat, die ganz Witten erschrecken ließ: Anfang Oktober 2022 erwürgte ein Mann seine Freundin in deren Wohnung und ließ sie einfach zurück (DER WESTEN berichtete). Erst Tage später fanden Rettungskräfte die tote Frau, weil sich ihre Tochter langsam Sorgen um sie gemacht hatte.

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Vor dem Schwurgericht Bochum kamen nun weitere Einzelheiten über die Hintergründe der Tat heraus. Demnach sollen sich der Mann aus Witten und seine Freundin heftig gestritten haben, wie die „WAZ“ berichtet. Dann drückte er ihr die Kehle zu.

Witten: Mann lässt Tote zurück

Der 63-jährige Wittener hat vor dem Schwurgericht Bochum zugegeben, seine Freundin am 7. Oktober 2022 erwürgt zu haben. Es soll mit einem Streit begonnen haben, der in eine körperliche Auseinandersetzung ausartete. Denn wie „WAZ“ berichtet, wollte sich die Freundin nach einer zweijährigen On-off-Beziehung endgültig von ihrem Freund trennen. Das hatte er wohl nicht verkraften können und seine Partnerin schlussendlich erwürgt.

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Danach ließ er sie in ihrem Schlafzimmer zwischen Fenster und Bett liegen und deckte sie mit Kleidungsstücken zu. So fanden die Rettungskräfte und ein Notarzt die tote Frau schließlich nach drei Tagen in ihrer Wohnung an der Luisenstraße auf. Ihre Tochter hatte zuvor die Feuerwehr verständigt, nachdem sie nichts mehr von ihrer Mutter gehört hatte. Rechtsmediziner bestätigten schließlich ihren Tod durch gewaltsame Erstickung.

Freund nimmt Geld, Hund und Auto mit

Der nun wegen Totschlags angeklagte Wittener stahl sich nach der Tat aus der Wohnung in der Innenstadt – allerdings nicht, ohne einige Besitztümer seiner Ex-Freundin mitgehen zu lassen. Er schnappte sich ihr Portemonnaie und fuhr mit ihrem Auto und ihrem weißen Schäferhund davon. Am nächsten Tag hob er 1.200 Euro von ihrem Konto ab. Schon im Juli 2021 soll er eine ähnlich hohe Summe von ihr gestohlen haben und war deshalb bereits wegen Unterschlagung vorbestraft.


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Danach fuhr er zurück in eine Einrichtung nach Warstein, wo er sich gegen seine Alkoholsucht behandeln ließ. Vor Gericht führte sein Anwalt an, sein Mandant wollte sich sogar eine Woche nach der Tat stellen. Doch sei das Auto nicht angesprungen und statt des verständigten ADAC sei die Polizei gekommen und habe ihn festgenommen.

Was allerdings noch viel unfassbarer ist: Der 63-Jährige soll sich bei der Tat mit seinem Handy gefilmt haben. Mehr dazu erfährst du bei der „WAZ“.