Weihnachtsmarkt in NRW: Obacht bei deinem nächsten Besuch – die Polizei warnt DAVOR

Die Polizei warnt Weihnachtsmarkt-Besucher. (Symbolbild)
Die Polizei warnt Weihnachtsmarkt-Besucher. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / Norbert Schmidt

Für viele gehört er im November und Dezember einfach dazu: der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt! Aufgrund der dramatischen Corona-Situation ist das in NRW aber vielerorts nur noch unter strengen 3G- oder 2G-Regeln möglich – falls der Weihnachtsmarkt denn überhaupt stattfinden kann.

Doch es gibt auch ein Problem, dass auch ganz ohne Pandemie Jahr für Jahr auf dem Weihnachtsmarkt für Ärger sorgt – nicht nur in NRW. Und davor hat die Polizei nun nochmals eindringlich gewarnt.

Weihnachtsmarkt in NRW: Vorsicht vor Taschendieben!

Die Rede ist von Taschendieben, die das dichte Gedränge zwischen den Glühwein-Buden gerne ausnutzen, um zuzuschlagen. Selbst im ersten Corona-Winter 2020 – als die meisten Weihnachtsmärkte in Deutschland ohnehin abgesagt wurden – erfasste die Polizei noch mehr als 83.000 Fälle (Sachschaden: fast 25 Millionen Euro). Das sind nur knapp 20 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Das zeigt deutlich: Taschendiebe sind auch unter Pandemie-Bedingungen noch ein ernstzunehmendes Problem. Grund genug für das ProPK (Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes), nochmals an die Vorsicht der Weihnachtsmarkt-Besucher zu appellieren.

Taschendiebe auf dem Weihnachtsmarkt: Polizei warnt vor dreisten Tricks

„Taschendiebe sind häufig professionelle, international agierende Täterinnen und Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind“,so Kriminaloberrat und ProPK-Geschäftsführer Harald Schmidt „Sie gehen zumeist in Teams vor: Einer lenkt das Opfer ab, ein Zweiter greift zu, ein Dritter verschwindet mit der Beute in der Menge.“

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Die Maschen seien dabei vielfältig und verändern sich stetig: „Fast täglich werden neue Tricks bekannt: Opfer werden im Gedränge angerempelt oder unter einem Vorwand abgelenkt, beispielsweise indem ihre Kleidung versehentlich beschmutzt wird oder die Täterinnen nach dem Weg fragen.“

Das Ziel ist klar: Meist geht es den Dieben um Bargeld oder Zahlungskarten.

So kannst du dich vor Taschendieben auf dem Weihnachtsmarkt schützen

Doch wie kannst du dich vor den dreisten Betrügern schützen? Die Polizei hat folgende Tipps parat:

  • Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.
  • Fordere Abstandhalten ein, wenn dir Fremde zu nahekommen wollen.
  • Nimm nur so viel Bargeld mit wie nötig.
  • Trage Geld, Zahlungskarten und Papiere sowie dein Smartphone immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Trage Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemme dir diese unter den Arm.
  • Benutze einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
  • Lege Geldbörsen nicht oben in die Tasche oder den Korb, sondern trage sie möglichst körpernah.
  • Stelle deine Handtasche nie unbeaufsichtigt ab bzw. hänge sie nicht irgendwo auf.

Wurdest du doch einmal Opfer eines Taschendiebstahls und hast dabei etwa deine Zahlungskarte verloren, kannst du diese über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen. (at)