WDR-Autorin schummelte bei „Menschen hautnah“ – jetzt zieht der Sender Konsequenzen

Foto: imago/Ralph Peters
  • In drei Teilen der WDR-Dokumentationsreihe „Menschen hautnah“ ist es zu erheblichen Fehlern gekommen
  • Die Autorin der Filme wird fortan nicht weiter vom WDR beauftragt
  • Ein Film wurde aus der Mediathek entfernt

Nachdem in mehreren Folgen der der WDR-Doku „Menschen hautnah“ erhebliche journalistische Mängel aufgedeckt worden waren, hat Ellen Ehni, WDR-Chefredakteurin bekanntgegeben, die Autorin der betreffenden Filme nicht weiter zu beauftragen.

Damals machte ein Twitteruser den WDR auf Ungereimtheiten in drei Filmen des Formats aufmerksam. Unter anderem stellte sich heraus, dass in den Produktionen dasselbe Paar unter verschiedenen Namen auftrat.

Die Geschichte war echt, allerdings völlig überzogen

Weiterhin gab es Ungereimtheiten bei den Altersangaben und Jahreszahlen. Vor kurzem hat der WDR weitere Mängel über die Dokumentation „Ehe aus Vernunft“ offengelegt. (wir berichteten)

Die zwar reale Beziehungsgeschichte von Sascha und Tanja wurde dabei in unzulässiger Weise zugespitzt. Als Reaktion entfernte der Sender den Film aus seiner Mediathek.

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Das Vertrauensverhältnis zur Autorin ist zerstört

Ehni verkündete außerdem, dass der WDR die Autorin der Filme nicht mehr beauftragen wird. „Das Vertrauensverhältnis zur Autorin ist zerstört“, so die Chefredakteurin in einer Mitteilung.

In Zukunft wird man die Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die Sendereihe ausbauen. Zum Beispiel würden das Vieraugen-Prinzip sowie die Gegenrecherche weiter ausgebaut.

„Ehe aus Vernunft“ nicht mehr verfügbar

Der Sender stellte in seiner Prüfung weiterhin fest, dass einige Protagonisten über eine Komparsen-Website angeworben wurden. Laut Ellen Ehni ist dies für ein dokumentarisches Format nicht akzeptabel.

Der Film „Ehe aus Vernunft“ wurde mittlerweile aus der Mediathek des Senders entfernt. (db)