Unwetter in NRW: Gewitter bringt Sturm und Starkregen ++ Zugverkehr gestört

So verhältst du dich richtig bei einem Unwetter

So verhältst du dich richtig bei einem Unwetter

Egal ob Sturm, Starkregen oder Gewitter: Extremwetter kann lebensgefährlich sein. Deshalb solltest du einige Tipps beachten.

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NRW. Das Unwetter in NRW brachte am Donnerstagnachmittag Regen, Sturmböen und heftige Gewitter über das Bundesland.

Glücklicherweise fiel das Unwetter in NRW dabei weniger heftig als vorhergesagt aus – doch nachdem der Donnerstag ruhig zu Ende ging, droht für Freitag erneut heftiges Unwetter in NRW. Der Deutsche Wetterdienst warnt bereits vor schwerem Gewitter.

Unwetter in NRW: Starkregen, Hagel und Gewitter am Donnerstag – auch Freitag droht Gefahr

Starkregen, gewaltige Hagel-Körner, Gewitter und stürmische Böen – das Unwetter in NRW sorgte für Zugausfälle und eine Zwangpause am Flughafen Düsseldorf, fiel ansonsten aber ruhiger als befürchtet aus.

Am Freitag soll es jedoch heftiger werden. Wir halten dich hier in in einem News-Blog zur Unwetter-Lage in NRW auf dem Laufenden.

+++ Hier kannst du den Unwetter-Blog aktualisieren +++

Donnerstag, 19. Mai 2022

21.00 Uhr: Schulbetrieb am Freitag soll stattfinden

Auch wenn es am Freitag erneut kräftig regnen und gewittern soll, sind für die Schulen in NRW keine Schließungen geplant.

Da nicht vorhersehbar ist, in welchen Landesteilen und zu welcher Uhrzeit das Unwetter auftreten wird, sei kein genereller Ausfall geplant, teilte das Schulministerium NRW mit. Bei solchen Wettervorhersagen entscheide jede Bezirksregierung eigenständig – unter Berücksichtigung der regionalen Wetterlage – über einen möglichen Ausfall des Präsenz-Unterrichts.

Auch schulische Abschlussprüfungen würde nach jetzigem Stand wie geplant stattfinden. Wenn nötig, sollen die Schulgebäude so lange geöffnet bleiben, bis ein sicherer Heimweg möglich sei.

19.20 Uhr: Zugverkehr zwischen NRW und den Niederlanden gestört – weitere Einschränkungen im ganzen Bundesland

Durch das Gewitter ist der Zugverkehr zwischen NRW und den Niederlanden seit Donnerstagabend gestört. Konkret ist die Strecke zwischen Köln und Amsterdam betroffen, teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit.

Die Züge werden aktuell nach Venlo umgeleitet, es kommt zu Verspätungen und Ausfällen von Haltestopps auf der Strecke. Wie lange die Störung anhält, ist noch unklar – Reisende sollen ihre geplanten Verbindung online oder in der App überprüfen.

Auch auf anderen Bahnstrecken ist der Verkehr teilweise gestört, weil Bäume auf die Gleise gestürzt sind. So stürzte zwischen Düsseldorf und Leverkusen ein Baum auf die Nord-Süd-Hauptstrecke – es kommt zu einer Störung der S-Bahn-Linie 6 zwischen Düsseldorf und Köln.

„Die Kollegen bemühen sich, die Strecken schnellstmöglich wieder freizubekommen. Mit Beeinträchtigungen im Berufsverkehr muss dennoch gerechnet werden“, sagte ein Bahnsprecher. Zwischen Haltern und Dülmen stürzte ebenfalls ein Baum um. Betroffen waren hier zwei Regionalexpress-Linien. Außerdem waren mehrere Regionalbahnen im Münsterland, Duisburg und Dortmund beeinträchtigt.

17.32 Uhr: Flughafen Düsseldorf stellte Betrieb kurzzeitig ein

Wegen des heftigen Unwetters in NRW hat der Düsseldorfer Flughafen am Nachmittag vorübergehend den Betrieb eingestellt. Für rund 30 Minuten hätten Maschinen weder landen, noch starten können. Außerdem wurden die Flugzeuge in der Zeit nicht be- oder entladen.

Seit 15.45 Uhr läuft der Betrieb wieder planmäßig.

17.15 Uhr: Person von Blitz getroffen – Gefahr durch Gewitter droht

Die erste Unwetter-Welle ist vor allem übers Ruhrgebiet gezogen und erstmal durch. Während in Städten wie Duisburg und Essen der Regen aufgehört hat, droht teilweise schon eine neue Gefahr.

So warnt der Deutsche Wetterdienst von 17.15 bis 17.45 Uhr vor starken Gewittern der Stufe 2 bis 4 – es kann örtlich zu lebensgefährlichen Blitzschlägen kommen. Die Warnung bezieht sich auf folgende Städte:

  • Essen
  • Mülheim
  • Bochum
  • Duisburg

In Duisburg kam es bereits zum Blitzeinschlag auf einem Frachter, eine Person wurde dabei verletzt. Es handelt sich dabei vermutlich um einen Beschäftigten auf dem Schiff, gab ein Sprecher der Feuerwehr an. Der Mann habe sich während des Gewitters auf dem Schiff aufgehalten, wo ein Blitz auf Deck einschlug.

15.30 Uhr: Gewitter im Ruhrgebiet angekommen – Wetterdienst warnt erneut ++ Warn-App Nina schlägt aus

Wie vorher gesagt, ist das heftige Unwetter am Nachmittag in NRW angekommen. Das schwere Gewitter wütet zunächst im Münsterland, im Ruhrgebiet und im Rheinland. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen und heftigem Starkregen. Auch Hagelkörner können vom Himmel regnen.

Auch die Warn-App Nina schlägt Alarm, warnt konkret vor Böen mit um die 110 km/h und zwei Zentimeter großen Hagelkörnern und rät den Menschen, Fenster und Tüeren zu schließen und lose Gegenstände im Freien zu sichern.

14.21 Uhr: Unwetter rollt an – Städte reagieren

Einige Städte haben bereits auf die Unwetterlage reagiert. So hat die Stadt Hagen alle städtischen Sportplätze für Donnerstag geschlossen. In Duisburg wurde der Wochenmarkt verkürzt. Die Stadt bittet außerdem um Verständnis dafür, dass die Duisburger Spätschicht am Donnerstag aus Sicherheitsgründen entfällt. Es dürften nicht die letzten Absagen von Veranstaltungen unter freiem Himmel am Donnerstag und Freitag bleiben.

14.00 Uhr: DWD warnt akut vor Unwetter – diese Städte sind betroffen

Der Deutsche Wetterdienst hat eine akute Warnung vor schwerem Gewitter gemeldet. Die Warnung gilt bis 17 Uhr unter anderem für folgende Ruhrpott-Städte:

  • Dortmund
  • Herne
  • Gelsenkirchen
  • Bochum

Für die Städte Oberhausen, Mülheim, Bottrop Duisburg gilt die Warnung bis 16 Uhr.

10.39 Uhr: Wetterdienst warnt vor Unwetter – „Rechtzeitig vorbereiten“

Der Deutsche Wetterdienst hat jetzt offiziell vor Unwetter in NRW gewarnt. In einer Vorabmeldung warnt der DWD vor teilweise schweren Gewittern mit heftigem Starkregen, dicken Hagelkörnern und möglichen Orkanböen!

Die Warnung gilt ab 14 Uhr bis 22 Uhr auch für das komplette Ruhrgebiet. Der Vorabhinweis „soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen“, heißt es in einer Mitteilung.

Darin kündigte der DWD auch eine weitere Vorabmeldung für Freitag an. So drohe eine „verbreitete sehr schwere Unwetterlage“, die „gebietsweise massive Auswirkungen“ haben könne.

9.30 Uhr: Unwetter in NRW: Superzellen und Tornado-Gefahr

Laut dem Meteorologen Jan Schenk steigt am Freitag sogar die Tornado-Gefahr! Der Wetter-Experte spricht von einer lebensgefährliche Wetterlage mit extremer Luftfeuchte. „Es sind bis zu 50 Liter niederschlagbares Wasser in der Luft. Frisst sich ein Gewitter in so eine Luftmasse, dann explodiert es förmlich“, so Jan Schenk gegenüber dem „Focus“.

„Dass sich Superzellen bilden, ist fast schon sicher“, warnt der Meteorologe weiter vor heftigen Gewittern. Dadurch steige auch die Gefahr von Tornados!

Erst zur Nacht hin soll sich die Lage dann wieder beruhigen.

7.45 Uhr: Freitag droht lebensgefährliches Unwetter in NRW

Während sich die Wetterlage zur Nacht hin beruhigen soll, nimmt das Unheil am Freitag erneut seinen Lauf.

+++ Sparkasse im Ruhrgebiet ++ Trio jagt Geldautomaten in die Luft ++ Polizei eröffnet das Feuer! +++

Dann drohen erneut heftige Unwetter in NRW. Wie am Vortag soll es auch am Freitagvormittag die ersten Gewitter durchs Land ziehen. Ab dem Nachmittag erwartet der DWD erneut heftiges Unwetter mit teilweise orkanartigen Böen!

6.30 Uhr: Unwetter in NRW: Erste Gewitter schon am Vormittag

Schon am Vormittag sollen NRW die ersten Schauer und Gewitter heimsuchen. Richtig gefährlich wird es dann am Nachmittag. Da musst du dich stellenweise auf heftige Gewitter Starkregen (15 bis 40 Litern pro Quadratmetern innerhalb von nur einer Stunde) einstellen.

Die DWD-Experten warnen auch vor Hagelkörner, die beinahe Tischtennisballgröße erreichen können!

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Schlimme Erinnerungen werden in den Hochwassergebieten aus dem vergangenen Sommer wach. Denn: „Auch das Ahrtal sowie die Nordeifel ist möglicherweise von dem heftigen, punktuell auch von dem extrem heftigen Starkregen von mehr als 40 Litern pro Quadratmetern innerhalb kurzer Zeit betroffen“, fürchten die DWD-Meteorologen.