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Tierheim in NRW: Hund im Todeskampf – Mitarbeiter leiden tagelang mit

Bange Stunden im Tierheim Witten (NRW)! Ein junger Schäferhund kämpft ums Überleben. Was er erlebte, lässt jeden erschaudern.

© Tierheim Witten-Wetter-Herdecke

Das ist das Tierheim Essen

Das Tierheim Essen bietet herrenlosen Hunden, Katzen, Kleintieren, Schlangen und Schildkröten ein Zuhause. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer kümmern sich um die Tiere in Not.

Bange Stunden im Tierheim-Witten-Wetter-Herdecke!

Die Pfleger im NRW-Tierheim beten inständig, dass das Leben von Schäferhund Dries noch nicht zu Ende ist. Der dreijährige Rüde musste notoperiert werden – und das war noch lange nicht alles. Was ihm angetan wurde, lässt jeden Hundefreund erschaudern.


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Im Gespräch mit DER WESTEN schildert Wiebke Blomberg, die 1. Vorsitzende des Tierheims Witten, die schrecklichen Details.

Tierheim in NRW bangt um Hundeleben

Der Schäferhund wurde am Donnerstag (9. November) in Hattingen abgeholt. Dort war Dries auf einer Treppe zusammengebrochen – den ersten Helfern vor Ort war sofort klar, dass hier irgendwas nicht stimmt. Sofort habe man den Rüden zu einem Tierarzt gebracht.

Schäferhund Dries kämpft um sein Leben. Foto: Tierheim Witten-Wetter-Herdecke

Als man Dries für den Ultraschall das Fell abrasierte, kamen mehrere Hämatome am Bauch zum Vorschein. Die anschließende Untersuchungen zeigten mehrere innere Blutungen – Leber und Milz waren gerissen, auch die Lunge war verletzt. Alarmstufe Rot!

Per Not-OP wurde die Milz entfernt, die Blutung an der Leber konnte gestoppt werden. „Im Moment ist er noch in kritischem Zustand“, sagte Blomberg in unserem Gespräch am Freitagmittag (10. November). „Wir können nicht sagen, ob er es überlebt.“

Schlechte Nachrichten nach erster OP

Dann, am Sonntag (12. November), folgte der nächste Schock: Die Ärzte in der Tierklinik entdeckten bei Dries auch noch einen Zwerchfellriss! Alarm – und direkt die nächste Not-Operation! „Er ist ein Kämpfer“, schrieb das Tierheim auf Facebook.

Als sich DER WESTEN am Montag (13. November) nach dem Zustand von Dries erkundigte, gab es erleichternde Neuigkeiten. „Es geht ihm wesentlich besser, er hat heute auch schon wieder gefressen“, erzählte uns Wiebke Blomberg. Nun müsse Dres noch zwei bis drei Tage zur Beobachtung in der Klinik bleiben – dann kann er in die Obhut des Tierheims gebracht werden.

Anzeige gegen Halter von Dries

Nachdem das Tierheim auf Facebook über den Fall berichtet hatte, wurden sie sofort mit Kommentaren überhäuft. Sie erfuhren den Namen des Hundes – und zahlreiche Nutzer behaupteten, den Halter von Dries zu kennen.


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„Der Halter ist mittlerweile bekannt“, bestätigte die Tierheim-Vorsitzende Blomberg gegenüber DER WESTEN. „Wir haben vieles erfahren, auch durch die Aussagen der Nachbarn. Die meinten, sie hätten den Hund schon einen Tag vorher (am Mittwoch, 8. November, Anm. d. Red.) jaulen gehört.“