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Ruhrgebiet: Riesen-Chaos an Silvester? DARIN sehen Polizei und Rettungskräfte die „größte Gefahr“

Das Ruhrgebiet bereitet sich auf Silvester vor. Städte und Rettungskräfte treffen unterschiedliche Maßnahmen, um das große Chaos zu verhindern.

Ruhrgebiet
© IMAGO / Eibner

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Wer hat in den Ruhrgebiets-Städten das Sagen? Wir stellen die Oberbürgermeister im Pott vor.

Silvester steht vor der Tür. Viele Menschen im Ruhrgebiet wollen das Jahr mit einem ordentlich Knall verabschieden. Viele haben sich gleich zum Verkaufsstart am Donnerstag (29. Dezember) mächtig mit Feuerwerks-Körpern eingedeckt.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei im Ruhrgebiet stellen sich auf eine ereignisreiche Nacht ein. Zumal viele Menschen nach dem Feuerwerks-Verbot der letzten beiden Jahre einiges nachzuholen haben dürften. Die Einsatzkräfte warnen vor den immer gleichen Fehlern.

Ruhrgebiet: Verbotszonen und starke Präsenz an Silvester

Die Städte im Ruhrgebiet bereiten sich mit unterschiedlichen Maßnahmen auf die Silvester-Nacht vor. Während die Stadt in Dortmund etwa zwei Böllerverbotszonen eingerichtet hat (mehr hier), lassen es viele andere Städte lockerer angehen. So geht etwa die Stadt Essen nicht von einem großem Andrang in der Innenstadt aus. Erfahrungsgemäß würde sich das Silvester-Treiben in der Innenstadt eher verteilen.

So sieht es auch die Polizei Essen, die vor dem Jahreswechsel keinen Hotspot benennen kann. „Wir sind natürlich stärker aufgestellt als an einem normalen Samstagabend“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber DER WESTEN. Wenn sich an einer Stelle der Stadt die Lage zuspitze, würde die Polizei schnell reagieren und die Kräfte zusammenziehen. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, versichert der Essener Polizeisprecher.

Einsatzkräfte im Ruhrgebiet vor Silvester in Alarmbereitschaft

Neben der Polizei stellen sich auch die Feuerwehr und Notaufnahmen auf reichlich Arbeit ein. „Jedes Jahr zum Jahreswechsel haben die Feuerwehren mit einer erheblichen Anzahl von Verletzungen, Verbrennungen und Wohnungsbränden zu tun“, so die Stadt Dortmund. „Die größte Gefahr geht dabei sicherlich von illegalen oder selbstgebauten Böllern aus. Lassen Sie die Finger davon!“, warnt in diesem Zusammenhang die Polizei Recklinghausen.

Durch den falschen Umgang mit Feuerwerk könne man nicht nur sich und andere verletzen, sondern mache sich auch strafbar. „Das gilt auch für Böller, die zum Beispiel in Briefkästen geworfen werden. So etwas ist kein ‚Dumme-Jungen-Streich‘, es ist eine Straftat und kann richtig teuer werden“, warnt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.


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In der Nacht werden nicht nur Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Dauereinsatz sein, sondern auch Taxi-Fahrer. Das eigene Auto sollte aber nur bei absoluter Nüchternheit eine Alternative sein, rät die Recklinghäuser Polizeipräsidentin. Sie kündigt verstärkte Verkehrskontrollen an: „Wer trotzdem Auto fährt, riskiert den Führerschein und gefährdet sowohl sich als auch andere.“ Das gelte auch für Radfahrer. Die Polizei wolle zwar kein Spielverderber sein, appelliert aber bei allem Spaß vor allem auch an die Sicherheit.