Familiendrama am Möhnesee: Vater sprang mit Tochter von Sperrmauer – so geht es der Elfjährigen jetzt

Am Möhnesee stürzte ein Vater mit seiner Tochter von der Sperrmauer.
Am Möhnesee stürzte ein Vater mit seiner Tochter von der Sperrmauer.
Foto: imago/Jochen Tack

Möhnesee. Der tragische Vorfall am Möhnesee hatte am vergangenen Wochenende die ganze Region erschüttert.

Ein Vater aus Hamm war mit seiner Tochter von der Sperrmauer gesprungen. Der 43-Jährige wollte sich und dem Mädchen das Leben nehmen.

Beim Sprung in die Tiefe starb der Vater. Die elfjährige Tochter wurde in eine Dortmunder Spezialklinik gebracht.

Drama am Möhnesee - Mädchen noch immer in Lebensgefahr

Dort schwebt das Mädchen immer noch in akuter Lebensgefahr, wie Staatsanwalt Thomas Schmelzer auf Nachfrage von DER WESTEN bestätigt. Die Tochter habe lange im Wasser gelegen und schwerste Verletzungen erlitten. Wie es mit der Elfjährigen weitergeht, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar.

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So lief das Familiendrama am Möhnesee ab

Am Samstagabend hatten Zeugen beobachtet, wie zwei Menschen sich in die Tiefe des Ausgleichsbeckens der Talsperre am Möhnesee stürzten. Wenig später meldete die Mutter sich bei der Polizei und teilte mir, ihr in Trennung lebender Ehemann habe die gemeinsame Tochter abgeholt, um mit ihr den Tag zu verbringen. Daraufhin habe der 43-Jährige der Mutter eine Nachricht geschickt, dass er sich das Leben nehmen wolle (hier alle Einzelheiten zu dem Vorfall).

Als die Mutter sich bei der Polizei meldete, war die Drohung bereits traurige Gewissheit. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. (dhe)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wird inzwischen öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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