Familiendrama am Möhnesee: Vater springt mit seiner Tochter (11) von der Sperrmauer

40 Meter stürzten Vater und Tochter am Möhnesee in die Tiefe. (Archivbild)
40 Meter stürzten Vater und Tochter am Möhnesee in die Tiefe. (Archivbild)
Foto: Hans Blossey

Möhnesee. Tragischer Vorfall im Kreis Soest: Der Sturz von der Sperrmauer des Möhnesees hätte ein Unglück sein können. Tatsächlich wollte aber ein Vater aus Hamm (43) sich und seine Tochter (11) umbringen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit.

+++ Riesige Massenschlägerei in Essen: Polizei mit Großaufgebot vor Ort – das steckt dahinter +++

Der 43-Jährige starb bei dem Sprung in die Tiefe. Seine Tochter wurde schwer verletzt in eine Spezialklinik eingewiesen.

Zeugen hatten den Sturz am Möhnesee beobachtet

Zeugen hatten am Samstagabend beobachtet, dass zwei Menschen etwa 40 Meter in die Tiefe in das Ausgleichsbecken der Talsperre stürzten.

------------------------------------

• Mehr Themen:

„Promi Shopping Queen“: Luna Schweiger holt sich mit diesem gewagten Outfit die Krone

Schreckliches Unglück in Mülheim: Kleinkind (11 Monate) stürzt aus Fenster – Mutter (26) und Onkel (20) waren im Nebenzimmer

• Top-News des Tages:

LIVE-Blog Hitzewelle: Montag wieder über 32 Grad – Bauern fordern Hitze-Rabatte

Wegen der andauernden Hitzewelle: Spaziergänger machen eine schaurige Entdeckung in Bochum

-------------------------------------

Mutter meldet sich bei der Polizei

Am späteren Abend habe sich die Mutter bei der Polizei gemeldet und gesagt, dass ihr in Trennung lebender Ehemann die gemeinsame Tochter abgeholt habe, um mit ihr den Tag zu verbringen. Über einen Internetdienst habe ihr der 43-Jährige dann mitgeteilt, dass er sich das Leben nehmen wolle.

Staatsanwaltschaft leitete die Ermittlungen ein

Als sich die Mutter bei der Polizei meldete, war die Drohung nach Darstellung der Sicherheitskräfte bereits traurige Gewissheit. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. (js mit dpa)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wird inzwischen öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

EURE FAVORITEN