Hund in NRW wird nach Biss als „gefährlich“ abgestempelt – doch das Tierheim sieht das völlig anders

Duisburger Tierärztin erklärt, wie du deinem kranken Hund helfen kannst

Duisburger Tierärztin erklärt, wie du deinem kranken Hund helfen kannst

Kathrin Hänig

Wir waren in der Tierklinik am Kaiserberg und haben uns einige Krankheiten erklären lassen.

Beschreibung anzeigen

Hunde, die bellen, beißen nicht – eine Redensart, die vielen Tierfreunden geläufig ist. Auf einen Hund in NRW trifft das leider nicht zu.

Der Vierbeiner wurde wegen eines Beissvorfalls vom Veterinäramt als „gefährlich“ eingestuft. Das Tierheim Düsseldorf (NRW) nahm sich dem Hund an – und hat für das Verhalten von „Rudi“ eine eigene Erklärung.

Hund in NRW soll „gefährlich“ sein

Seit Ende Februar ist der acht Jahre alte Australian Shepherd „Rudi“ im Tierheim Düsseldorf. Nachdem er vom Veterinäramt als „gefährlich“ abgestempelt wurde, mussten sich seine Vorbesitzer von ihm trennen. Gilt ein Hund einmal als „gefährlich“, darf er nur noch unter der Einhaltung bestimmter Auflagen gehalten werden.

------------------------------

Der Hund als Begleiter des Menschen:

  • Bereits seit 15.000 bis 100.000 Jahren Leben Hund und Mensch Seite an Seite
  • Er stammt vom Wolf ab
  • Weltweit gibt es etwa 500 Millionen Haushunde
  • Allein in Deutschland leben rund neun Millionen Hunde als Haustiere

------------------------------

Wie das Tierheim auf Facebook mitteilt, hätten seine vorherigen Besitzer die Auflagen nicht erfüllen können – auch sonst seien sie nicht mehr mit „Rudi“ zurechtgekommen. Dabei war es womöglich das Verhalten seiner Vorbesitzer, das den Vierbeiner hatte aggressiv werden lassen.

++ Deutsche Bahn in NRW: Unbekannte wollen Zug in Brand stecken – ihr Vorgehen ist einfach irre ++

„Rudi ist sehr wachsam und reagiert auf unsicheres Verhalten seiner Bezugspersonen“, heißt es in dem Beitrag. „Daher liegt die Vermutung nahe, dass er seine Menschen damals beschützen wollte“.

Hund in NRW: „Rudi“ sucht neues Zuhause

Zukünftige Halter sollten demnach in der Lage sein, den Vierbeiner sicher zu führen. Das Tierheim Düsseldorf hofft auf eine schnelle Vermittlung, weiß jedoch, dass die Vermittlung von Hunden, die als „gefährlich“ gelten – dadurch maulkorb- und leinenpflichtig sind – oft ein schwieriges Unterfangen ist.

Sonst lasse „Rudi“ jedoch kaum einen Wunsch offen: Er sei bei Spaziergängen entspannt, laufe gut an der Leine, vertrage sich größtenteils gut mit anderen Hunden, fahre gerne im Auto und habe kein Problem damit, für eine längere Zeit allein zu sein.

------------------------------

Mehr zum Thema:

------------------------------

Bleibt nun zu hoffen, dass „Rudi“ schnell ein neues Zuhause findet!

+++ Tierheim im Ruhrgebiet öffnet Tür – Anblick bricht Mitarbeitern das Herz! „Warum?“ +++

Bei Interesse freut sich das Tierheim Düsseldorf über eine E-Mail mit Angabe einer Telefonnummer an hundehaus@tierheim-duesseldorf.de. (jdo)