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Hund in NRW in Feuerhaus gefangen – Rettungsaktion endet tödlich

Bei einem Brand in NRW sind ein Hund und sein Herrchen beide ums Leben gekommen. Der Halter hatte versucht, das Tier zu retten – vergeblich.

NRW, Hamminkeln: Zwei Polizisten inspizieren den Brandort.
© Erwin Pottgiesser/TNN/dpa

Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Eine gefährliche Rettungsaktion endete für einen Hund in NRW und sein Herrchen mit dem Tod. Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Hamminkeln starben beide in den Flammen.

Und dabei hatte sich die ganze Familie mitsamt Hund schon aus dem brennenden Haus gerettet. Doch als etwas Unvorhergesehenes passierte, ging der Familienvater noch mal rein. Beim Eintreffen der Feuerwehr Hamminkeln (NRW) konnten die Einsatzkräfte jedoch nicht mehr tun – weder für den Mann noch für den Hund.

Hund in NRW und Herrchen sterben Seite an Seite

Das Feuer war am Dienstagabend (8. November) gegen 19.00 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache im Erdgeschoss eines Wohnhauses in Hamminkeln-Wertherbruch ausgebrochen. Die Feuerwehr schickte sofort Löschzüge aus Loikum-Wertherbruch, Dingden und Hamminkeln zum Einsatzort. Neben dem Brand hieß es in der Meldung auch, dass noch eine vermisste Person im Haus sei.

Bei Eintreffen versuchten die Einsatzkräfte – mit Atemschutzmasken ausgestattet – sofort, diese aus dem brennenden Gebäude zu retten. Es handelte sich dabei um einen 74-jährigen Familienvater. Die restlichen vier Familienmitglieder hatten sich bereits zuvor aus dem Haus gerettet.

NRW, Hamminkeln: Zwei Polizisten inspizieren den Brandort.
NRW, Hamminkeln: Zwei Polizisten inspizieren den Brandort. Ein Bewohner wollte seinen Hund aus der brennenden Wohnung holen – und kam dabei selbst ums Leben. Foto: Erwin Pottgiesser/TNN/dpa

Die Feuerwehr entdeckte den Mann leblos auf dem Boden und schaffte ihn raus. Auch nach mehreren Reanimationsversuchen durch den Rettungsdienst ergab sich jedoch kein Lebenszeichen mehr. Der Mann verstarb noch vor Ort. Im Haus entdeckten die Kräfte dann auch noch einen toten Hund. Was war geschehen?

Halter versucht Tier zu retten und stirbt

Nach ersten Ermittlungen der Kreispolizeibehörde Wesel waren bereits alle fünf Familienmitglieder und das Haustier draußen gewesen, als der Vierbeiner plötzlich wieder ins Haus lief. Der Mann rannte ihm kurzerhand hinterher und wollte ihn noch aus den Flammen retten. Dabei musste er sich allerdings eine schlimme Rauchgasvergiftung zugezogen haben, an der nicht nur er, sondern auch das Tier verstarben.


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Die anderen vier Hausbewohner verletzten sich nur leicht, zwei Feuerwehrleute erlitten eine Rauchgasvergiftung. Der Rettungsdienst brachte alle ins Krankenhaus, während die restlichen Einsatzkräfte den Brand unter anderem über eine Drehleiter löschten. Für die Angehörigen und die insgesamt 68 Einsatzkräfte gab es psychosoziale Unterstützung von einem Seelsorge-Team.

Nach vier Stunden war der Einsatz beendet. Die Polizei hat mittlerweile die Ermittlung zur Ursache des Brandes aufgenommen.