Hochwasser in NRW: Frau bittet nach Flut um Spenden – unfassbar, was sie damit macht

Hochwasser in Wuppertal: DERWESTEN-Reporterin vor Ort

Hochwasser in Wuppertal: DERWESTEN-Reporterin vor Ort

Land unter in Wuppertal: Wassermassen bahnen sich einen Weg durch die Innenstadt, die Wupper ist kurz davor überzutreten. DERWESTEN-Reporterin Julia Scholz ist vor Ort.

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Aachen. Die schrecklichen Bilder vom Hochwasser in NRW sind noch lange nicht verblasst. Das Ausmaß der Flut-Katastrophe wird nach und nach sichtbar. Es hat zu einem gewaltigen Akt der Solidarität geführt.

Viele Menschen haben nach dem Hochwasser in NRW tatkräftig angepackt. Manche koordinierten Hilfe, andere organisierten Spenden – so wie etwa eine junge Frau. Was sich die 22-Jährige aus Simmerath in der Eifel dann allerdings erlauben sollte, macht fassungslos.

Hochwasser in NRW: 22-Jährige sammelt spenden – und gerät ins Visier der Polizei

Ihr Anliegen schien so herzergreifend: Über die Sozialen Medien hat die junge Frau angeblich für die Opfer der Flut-Katastrophe Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs sammeln wollen.

Doch statt die Gegenstände in die vom Hochwasser in NRW betroffenen Gebiete zu bringen, stellte die 22-Jährige sie wieder ins Netz - um sie zu verkaufen! Aufmerksame Spender kamen der Betrügerin auf die Schliche und zeigten sie bei der Polizei an.

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Alle wichtigen Infos zur Hochwasser-Katastrophe in NRW im Überblick:

  • 47 Menschen starben in NRW in den Wassermassen oder bei Hauseinstürzen, weitere Personen wurden verletzt
  • Bei den Unwettern fielen innerhalb kurzer Zeit bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter
  • 25 Städte und Landkreise waren in NRW von Überschwemmungen betroffen
  • 22.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren in NRW im Einsatz
  • Auch die Bundeswehr schickte hunderte Soldaten ins Bundesland

Alles zum Hochwasser in NRW kannst du hier nachlesen >>>

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Die Polizei Aachen nahm unverzüglich die Ermittlungen auf und kam der 22-Jährigen auf die Spur.

Hochwasser in NRW: Polizei nimmt Betrügerin hoch

Polizisten durchsuchten schließlich die Wohnung der jungen Frau und stellte dabei zahlreiche, teilweise hochwertige Kleidung sicher. Einiges konnte bereits an die Spender zurückgegeben werden.

Doch die meisten Sachen konnten noch nicht identifiziert werden. Deshalb bittet die Polizei Betroffene darum, sich zu melden, unter der Nummer: 0241/ 9577- 33301.

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Auch wer kein Interesse mehr an der Kleidung hat, solle sich gern bei der Polizei melden. Die Klamotten werden dann an hilfsbedürftige Personen oder Einrichtungen gegeben. (ak)

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