Frank Rosin: Das kann der neu eröffnete Imbiss seiner verstorbenen Mutter

Schicht im Schacht - Die Geschichte des Bergbaus im Ruhrgebiet

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In 14 Staffeln hat Frank Rosin bereits viele Restaurants oder Imbissbuden vor dem Aus gerettet oder wieder neu aufgebaut. In der ersten Folge der 15. Staffel von „Rosins Restaurants“ auf Kabel Eins steckte er sein ganzes Herzblut in den ehemaligen Imbiss „Glückauf-Grill“ seiner verstorbenen Mutter Marlies in Dorsten (Ruhrgebiet).

„Wir haben versucht, alles wiederaufzubauen. Ob uns das gelungen ist, müsst ihr euch dann wohl selber anschauen.“ Diesem Aufruf von Frank Rosin auf Instagram ist „Der Westen“-Reporterin Chaleen am Freitag gefolgt und hat direkt mal eine Kostprobe genommen.

Frank Rosin bringt alte Imbissbude von Mutter Marlies wieder auf Vordermann

Zum Ruhrgebiet gehört eine gute Currywurst, wie die Weißwurst nach Bayern. Doch gute klassische Kost kann nicht jeder. Von einem Imbiss, bei dem ein Sternekoch seine Hände mit im Spiel hat, erwartet man dagegen guten Geschmack.

40 Jahre lang kamen die Dorstener im „Glückauf-Grill“ von Marlies auf eine Currywurst oder ein Schnitzel vorbei. Kurz bevor die Mutter von Sternekoch Frank Rosin 2021 verstarb, musste der Imbiss dicht machen. Frank Rosin und der neue Besitzer Eric Jaeger brachten den Laden nun wieder auf Vordermann. Den langen Weg bis zur Neueröffnung am 15. März begleitete Kabel Eins in der Sendung „Rosins Restaurants“. Das Urteil der Testesser fiel durchweg positiv aus. Ob es mir auch so schmecken würde, wollte ich in einem Selbsttest herausfinden.

DAS ist das Lieblingsgericht im Imbiss der verstorbenen Mutter von Frank Rosin

Durch die Sendung wurden neben mir noch viele andere Menschen auf den „Glückauf-Grill“ aufmerksam (Hier mehr dazu). Daher hatte ich genug Zeit, um mir Gedanken über meine Bestellung zu machen. Ich wählte das Lieblingsgericht der meisten Kunden, wie Bedienung Sandra mir verriet: Currywurst mit Pommes und Mayo.

Als ich meine Portion sah, fragte ich mich: ‚Wie soll ich das nur schaffen?‘ In dem 20 Quadratmeter großen Imbiss war für mich kein Platz mehr. Deshalb nahm ich meinen Teller und hoffte draußen, einen Platz zu finden. Ein älteres Paar war so nett und bot mir an seinem Tisch einen freien Stuhl an.

Die beiden hatten bereits die Hälfte ihres Tellers leer. Der Mann hatte ebenfalls eine Portion Pommes mit Currywurst gewählt. Er schien sehr zufrieden mit seinem Essen. Die Pommes waren warm und schön knackig. Auch gut gesalzen, so wie ich es mag. Besonders gespannt war ich jedoch auf die Currysauce.

Frank Rosin: So schmeckt es im „Glückauf-Grill“

Zuallererst: Es handelt sich wirklich um eine Sauce und keine Ketchup-ähnliche Masse. „Nicht so tomatig“, merkte eine andere Frau erfreut an. Auch wenn der Geschmack der Wurst dabei etwas untergeht. Wer bei einer Sauce zur Currywurst etwas mehr „Wums“ erwartet, wird jedoch enttäuscht. Selbst für meine empfindliche Zunge war die Sauce alles andere als scharf. Etwas mehr Würze hätte sie vielleicht sogar vertragen können.

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Das ist Frank Rosin:

  • Frank Rosin wurde am 17. Juli 1966 in Dorsten geboren
  • Er ist ein deutscher Koch, Fernsehkoch und Gastronom
  • Der Vater von Frank Rosin war Großhändler für Gastronomiebedarf
  • Seine Mutter Marlies war über 40 Jahre Betreiberin der Imbissbude „Glückauf-Grill“
  • Sein Restaurant „Rosin“ liegt in Dorsten
  • Die ganzen Folgen von „Rosins Restaurants“ sind in der Mediathek von Joyn abrufbar

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Neben der Currywurst mit Pommes und Mayo, ist auch die selbstgemachte Frikadelle mit Kartoffelsalat sehr beliebt. „Sehr würzig“, lasse ich mir sagen. Ich würde ja gerne selber nochmal probieren, doch mein Magen ist bereits voll.

Ein paar Pommes muss ich sogar schweren Herzens auf dem Teller liegen lassen. Drei Männer, die in ihrer Mittagspause vorbeigekommen sind, haben dagegen nichts übriggelassen. „Das sind echt Riesen-Portionen. Jetzt sind wir im Suppenkoma und müssen mal gucken, wie produktiv wir gleich sind“, scherzt einer von ihnen.

Passt das Preis-Leistungs-Verhältnis?

Für das Gericht habe ich insgesamt 6,20 Euro bezahlt. Wie ich der Facebook-Seite des „Glückauf-Grills“ entnehmen konnte, waren die Preise im März noch günstiger. Da haben die Currywurst und die normale Portion Pommes noch jeweils 20 Cent weniger gekostet.

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Doch um die Preissteigerung scheint aktuell kein Restaurant- oder Imbissbesitzer herum zu kommen. Die erhöhten Energiekosten und die Folgen des Ukraine-Kriegs zwingen die meisten Gastronomen zu diesem Schritt.

Daher lautet mein endgültiges Fazit: Im „Glückauf-Grill“ kriegt man gute, deftige Kost für einen akzeptablen Preis. Und am Ende bleibt es natürlich Geschmackssache.