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Flughafen Weeze zieht die Reißleine! Müssen Passagiere um ihre Flüge bangen?

Am Flughafen Weeze gibt es künftig eine wichtige Änderung. Müssen jetzt womöglich Passagiere um ihre Flüge bangen?

Flughafen Weeze
© IMAGO/Funke Foto Services

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Die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen fertigen täglich viele Passagiere ab. Wie viele Menschen auf den größten Flughäfen des Bundeslandes unterwegs sind, erfährst du hier.

Puh, harter Einschnitt für den Flughafen Weeze! Der Airport in NRW gehört zu den beliebtesten im Bundesland, fertigte 2023 rund 1,6 Millionen Passagiere ab. Doch jetzt müssen sich Passagiere mindestens umstellen, es könnte sogar zu Verzögerungen kommen. Der Grund: Die Bezirksregierung Düsseldorf kündigte der Security-Firma „ESA Luftsicherheit“ zum 7. Juni.

Bis dahin soll eine neue Firma gefunden werden, die die etwa 90 Beschäftigten übernimmt und die Personen- und Gepäckkontrollen am Flughafen Weeze verantwortet. Es gebe wohl mehrere Interessenten für den Auftrag. Doch sollte das alles nicht wie gewünscht klappen, könnten sogar einzelne Flugziele für den Urlaub wackeln.

Flughafen Weeze zieht die Reißleine!

Dabei ist das Problem mit der Security schon ein längeres. Seit dem 15. Mai warten die Sicherheitsleute auf ihren Lohn. Auf einer Betriebsversammlung räumte das Management von „ESA Luftsicherheit“ ein, dass man die Gelder nicht zahlen könne. Daraufhin gab es Gespräche mit der Bezirksregierung Düsseldorf. Die Kontrollen sind hoheitliche Aufgabe, werden deshalb von der Behörde beauftragt.

Die fehlende Kapitalausstattung von „ESA Luftsicherheit“ wurde auch für andere Flughäfen zum Problem: Im April wurden die Sicherheitsbeschäftigten am Berliner BER nicht bezahlt. Laut der Gewerkschaft Verdi wurden auch die Security-Teams an den Airports Karlsruhe, Erfurt und Dresden im Stich gelassen, sie erhielten ihren Lohn nicht fristgerecht.

Müssen Passagiere um Flüge bangen?

In Weeze nahm es aber beängstigende Züge an. Nach den ausbleibenden Zahlungen haben sich viele Mitarbeiter krankgemeldet. Passagiere hatten sogar ihre Flüge verpasst, weil zu wenige Kontrollstellen geöffnet waren und es sich staute. Am Wochenende musste die Bezirksregierung Düsseldorf mit eigenem Personal bei den Kontrollen aushelfen.


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Diejenigen, die noch zur Arbeit kamen, erhielten Tankgutscheine, damit sie zumindest ihre Fahrtkosten decken konnten. Verdi verlangt, dass die Kontrollen an Flughäfen in staatliche Hände gelegt werden. Oft würden laut Verdi-Sekretär Özay Tarim bei Ausschreibungen „Billigheimer“ den Zuschlag erhalten. Für Weeze plant die Bezirksregierung im November die erneute Ausschreibung.